LWL-Museum Schiffshebewerk Henrichenburg

Auf den Tipp einer Leserin hin, mussten die Pottkinder unbedingt ins Schiffshebewerk Henrichenburg. Von uns waren es am Sonntagvormittag gerade mal 20 Minuten zu fahren und bei schönem Sonnenschein macht so ein Spaziergang am Kanal auch gleich viel mehr Spaß.

Wir waren mit der RuhrTopCard umsonst dort, auch die regulären 4€ für Erwachsene sind aber absolut human, außerdem gibt es recht viele eintrittsfreie Tage, einfach mal auf der Homepage nachschauen.

In verschiedenen (Maschinen-) Hallen sind Ausstellungsstücke zur Schifffahrt im Allgemeinen, dem Kanalbau und dem Leben als Seemann zu entdecken. „Käpt’n Henri“ nimmt insbesondere Kinder mit auf eine Reise durch die Ausstellung. Die große Dampfmaschine (wird 4-5x täglich angestellt) und das Demo-Schiffshebewerk, bei dem Kinder mit Wasser die Hebetechnik nachspielen dürfen, sind wohl die spannendsten Exponate.

 

Per Museums-App (oder QR-Code-Reader) bekommt man an den verschiedenen Stationen des Museum den Audioguide gratis dazu- unter anderem auch eine Audiotour extra für Kinder!

Über das Leben der Schifffahrer (und ihrer Familien) erfährt man mehr auf dem Schiff Franz- Christian, das auf dem Kanal vor Anker liegt und zum Museumsschiff umgebaut wurde. Bis hierhin war das Museum soweit barrierefrei, auf das Schiff kommt man mit Kinderwagen dann aber nicht mehr und spätestens, wenn man „durch“ das Hebewerk 77 Wendelstufentreppen hoch muss, um zu den Spielplätzen zu kommen, wird es mit Rollstuhl/ Kinderwagen/ Gehbehinderung schwierig.

Laut Aussagen der Männer der Familie, ist der Weg zum Spielplatz „außenrum“ schlecht beschrieben, Familien trafen sich beim „gemeinsamen Verlaufen“ auf der Suche nach dem richtigen Weg. Also aufgepasst: Gegenüber von Eingang und Kasse ist ein Metalltor, dort muss man klingeln und wird dann von der Kasse reingelassen. Den viel kürzeren Betriebsweg links soll man nicht nutzen (hat viele nicht interessiert…), ansonsten dem „offiziellen Weg“ folgen und dann links- oder rechtsherum über eine der Brücken zu den Spielplätzen.

Der Kletterspielzeug mit Boot/ Hängematte/ Mast ist schon schick, vor allem gibt es hier Picknickbänke im Schatten. Das Café dort hatte leider geschlossen, obwohl April- September auf dem Schild steht. Aber die WCs waren offen.

Der Wasserspielplatz hat eine sehr „deutsche“ Beschilderung: „Baden verboten“ (und was, wenn man vom Floß fällt?), einige „ab 6 Jahre“ und „ab 12 Jahre“ -Schilder (die großen Schaukeln), bei denen man sich wundert, mit welchen Kindern man denn dann überhaupt auf diese Spielplätze gehen soll?!

Zum Mittag gab es noch ein kühles Getränk aus dem grünen Doppeldecker- Gastrobus, auch der Grill war in Betrieb und es gab eine leckere Currywurst, alles zu familienfreundlichen Preisen.

Ein Besuch lohnt sich also auf jeden Fall, mit Kindern besonders bei gutem Wetter, damit man die tollen Outdoor-Spielplätze nutzen kann. Vorher die Homepage auf Sonderveranstaltungen (auch für Kinder) checken, da wird wirklich viel angeboten!

Deutsches Bergbaumuseum Bochum

 

Am Feiertag bei Nieselwetter wollten wir einfach ein wenig raus und haben unser Ruhrtopcardheft nach Indoor-Aktivitäten abgesucht, die kein Schwimmbad waren und nicht zu weit weg. Also wollten wir ins Bergbaumuseum Bochum, wo ich selbst vor 12,bzw.10 Jahren mit ausländischen Freunden zuletzt war, um ihnen „das schwarze Gold“ des Ruhrgebiets zu zeigen. Umso erstaunter waren wir, dass das Bergbaumuseum zurzeit wahnsinnig aufwändig umgebaut wird. Das hat zur Folge, dass der Zugang zum Förderturm (noch bis ca. Sommer 2018) nicht möglich ist und auch die alte Dauerausstellung so nicht mehr einsehbar ist. Von der (provisorischen) Kasse geht es ins Nebengebäude, wo der (nicht barrierefreie) Zugang ins Anschauungsbergwerk möglich ist.

Kinderwagen kann man dort zwar abstellen, aber aufgrund der spontanen Entscheidung, hatten wir uns vorher nicht Online über die Umbaumaßnahmen informiert und daher fürs Baby keine Trage o.ä. mit und ohne ist es auf dem unebenen und zum Teil engen Weg „unter Tage“ nicht wirklich angenehm, das Kind 30-60 Minuten zu tragen – so viel Zeit sollte man für den Rundgang dort einplanen. So haben wir uns aufgeteilt- über Tage kann man im Museumsshop stöbern und am Warteplatz für den geführten Bergwerksrundgang sitzen, auch bis zum Förderturm kann mangehen, wenn auch nicht barrierefrei, aber das kurze Stück kann man das Baby schon mal tragen.

Im Anschauungsbergwerk selbst wird gezeigt, wie Kohle abgebaut wurde, regelmäßig finden dort auch Sonderveranstaltungen statt und es sind z.B. echte Bergleute da, mit denen man sprechen kann, oder die Maschinen werden dann in voller Lautstärke mal angemacht.

Mittlerweile gibt es dort unten auch einen Audioguide in deutsch und englisch. Ich habe meinen Freunden ja das ganze Bergbauvokabular noch auf englisch übersetzen müssen (und bin am Schrägfräsbohrer, etc. dann doch gescheitert 😉 ).

Der Umbau soll noch gut 2 Jahre dauern, bis der Masterplan 2020 erfüllt ist, solange sind die Preise um ca.25% gesenkt (5€) für Erwachsene- und der Große hatte trotzdem eine Menge Spaß an den Maschinen und Erklärungen zum Bergbau. Absolute Schlechtwetteralternative in Bochum zum Tierpark (den Bericht dazu findet ihr hier)

LWL- Naturkundemuseum Münster

Also- ich bin ehrlich: das Naturkundemuseum in Münster kann noch viel mehr, aber wir waren in erster Linie wegen der Dauerausstellung „Die Urzeit lebt“ dort, um die Dinos zu sehen, schließlich haben wir einen riesigen Dinofan zuhause. Aus dem Pott haben wir an diesem Vormittag unter der Woche grad mal eine Dreiviertelstunde gebraucht. Parken kann man direkt auf dem Zooparkplatz (4€)- auch die Kombination mit einem Zoobesucherin bietet sich an.

Wir hatten Glück, in dieser Woche war im LWL der Eintritt frei, aber auch die 6,50€ für Erwachsene, die es sonst kostet, sind völlig okay.

Viele, viele Exponate zu den verschiedenen Saurierarten, Fossilien und (Gipsabdrücke von) Skelette(n). Kindgerecht aufgearbeitet auf drehbaren Schautafeln auch die mehr oder weniger wahrscheinlichen Gründe, warum die Dinos denn nun wirklich ausgestorben sind.

In einem kleinen Kino konnte man sich mit einem Allosaurus auf den Beutezug begeben und dort Ausschnitte aus der ZDF- Doku ansehen.

Oftmals sind die Inhalte durch Video- und Audiokommentare begleitet und so auch für Kinder einfacher zu verstehen.

Fundorte der Dinos (sogar im Münsterland!) , Fußspuren der Sauropoden und die Evolution der Meeressaurier sind anschaulich dargestellt und waren auch für den grade Dreijährigen schon interessant.

Im weiteren Verlauf kommt man durch die Eiszeit, an Mammuts und Neandertalern vorbei, kann heutige und vergangene Bewohner des Münsterlands (ausgestopft) sehen oder in der Augmented 3D Reality die Erd- Wasserverteilung ändern, indem man „Regen macht“ oder Inseln ins Meer baut.

Zum Kinderwagentest: absolut barrierefrei, Rampen, breite Wege, Wickelmöglichkeit (mit Wickelauflagen! Die sind ja sonst immer überall leer…), Kindermenüs im Café. Top!

Für einen verregneten Vor- oder Nachmittag auf jeden Fall lohnend, für Dinofans allemal. Und wer mag, kann danach ja noch in den ALLWETTER-Zoo, geht ja auch bei jedem Wetter. Oder auch noch ins Planetarium (das aus den Felix- Büchern!). Oder im Café noch was essen. Oder im Museumsshop stöbern… langweilig wird’s nicht. Ab nach Münster!

Disneyland Paris

 

„Wie ein Kind im Disneyland…“ sind geflügelte Worte, wenn etwas besonders gut gefällt. Also haben wir überlegt, zum 3. Geburtstag des Travelbuddies das Disneyland in Paris zu besuchen- bis zu ihrem 3. Geburtstag müssen Kinder keinen Eintritt zahlen.

Dass wir Mitte März einen absoluten Wintereinbruch in Mitteleuropa erleben, konnte ja keiner ahnen, aber es hat uns die Laune nicht verdorben und wir hatten trotzdem viel Spaß- soviel schon vorneweg.

Bis März ist noch absolute Nebensaison, sodass die Eintrittspreise noch im unteren Bereich sind (für Erwachsene- je nach Saison von 50-100€, Kinder zahlen leider fast das gleiche). Wir haben uns allerdings für ein Pauschalangebot mit 2 Übernachtungen in einem Hotel außerhalb entschieden, die Disneyhotels haben das ganze Jahr über ganz schön stramme Preise (ab 200€ für Familienzimmer). Außerdem waren wir „nur“ im Disneyland, nicht in den Walt Disney Studios, was besonders für ältere Kinder sicherlich auch interessant ist.

Vom Ruhrgebiet aus sind es nach Paris gute 500km, aber durch die Niederlande und Belgien durchweg über gute Autobahnen, sodass wir mit dem eigenen Wagen zügig am Ziel waren. Unser Hotel lag in Marne la Vallée, 20 Minuten zum Disneyland und -dem Stadtverkehr geschuldet- ca.45 Minuten bis zur Pariser Innenstadt. Dort sind hauptsächlich Hotels für Disneybesucher, aber eben deutlich günstiger als am Disneyland selbst. Von dort gibt es auch einen Zug, der direkt vor den Disneytoren hält (ca.7€ Fahrpreis für Erwachsene), aufgrund des unklaren Wetters sind wir aber mit dem Auto zum Park gefahren, wo das Parken dann nochmal mit 20€ zu Buche schlug und wir tatsächlich noch ziemlich weit bis zum Eingang laufen mussten, wenn auch überdacht.

Nach der obligatorischen Taschenkontrolle, die ja mittlerweile bei allen Freizeitparks (leider) an der Tagesordnung ist, mussten wir noch unsere Gutscheine umtauschen, was an den dafür vorgesehenen Automaten nicht funktionierte- das war ziemlich nervig, sodass wir uns an der Kasse anstellen mussten, dort ging es aber recht zügig vorwärts.

Und dann standen wir endlich auf der „Mall“, mitten im Disneyland. Tatsächlich haben wir vom Parken bis dorthin aber gut 45 Minuten gebraucht, und das an einem vergleichsweise „ruhigen“ Tag. Die Dampflok zischte und die ganze weite Disneywelt lag vor uns. Juhuu! Uns hat es zuerst zum Meet& Greet mit Balou und King Louis aus dem Dschungelbuch gezogen. Die Zeiten und Orte kann man super über die Disneyland App erfahren, hier sind auch gesperrte Fahrgeschäfte und die ungefähren Wartezeiten verzeichnet, sodass sich ein Blick wirklich lohnt.

Nach dem Dschungelbuchtreffen sind wir durch die Totenkopfhöhle Richtung „Fantasy Land“ gegangen, hier gibt es wohl am meisten für die Kleinen zu machen/ sehen. Während die Männer die 75 Minuten auf Mickey Mouse warten wollten (die Zeit vergeht recht schnell, da man im „Kino“ viele Mickey Mouse Filmchen sehen kann während man wartet), sind die Reisebiene und ich auf die drehenden Tassen von Alice im Wunderland gegangen. Dort war ich als Kind vor 25 Jahren auch schon, so schließt sich der Kreis.

Die Bootsfahrt von „It’s a small world“ ist auch ohne Größen-/ Altersbeschränkung und wirklich schön erneuert worden. Wir waren in der Pizzeria „Bella Notte“ Mittag essen, neben einem Kindermenü (mit Eis!) gab es zu fairen Preisen Mittagsmenüs mit Nudelgericht/ Salat und Getränk. so sind dort alle satt und zufrieden rausgekommen. Das Anstehen, um auf Plätze zu warten- mit Essen in der Hand- ist allerdings anstrengend. Will mir gar nicht vorstellen, wie das in der Hochsaison ist.

Für die meisten Attraktionen gibt es auch eine „Baby Swap“-Option, sodass beide Elternteil das Fahrgeschäft nutzen können, ohne zweimal anstehen zu müssen, während ein Elternteil auf das Kind aufpasst.

Ich hatte ja große, große Sorge, dass das winterliche Wetter uns den Spaß verderben würde, aber tatsächlich gibt es dort so viel indoor, bzw. überdacht, dass wir alle trotzdem riesigen Spaß hatten und auch mit dem Kinderwagen kein Problem, da überall Kinderwagenparkplätze bereit standen.

Zur warmen Hauptsaison, wenn es trocken und mild ist, macht es sicher noch mehr Spaß, einfach die Wege entlangzuflanieren und links und rechts die detailverliebten Aufbauten und Häuser anzusehen, denen man jetzt im zügigen Vorbeigehen von A nach B eher weniger Beachtung geschenkt hat.

Unser Fazit: Disneyland geht auch im Winter, wenn man sich entsprechend vorbereitet (was Kleidung und Infos über die Fahrgeschäfte angeht). Man kann bei den Schnapperangeboten also guten Gewissens zugreifen. Viel Spaß!

Einmal Eiffelturm und zurück! Paris 2018

Unser Plan war es, das Wochenende vorm Geburtstag des Travelbuddies in Paris zu verbringen- mit Besuch des Disneylands, da Kinder unter 3 dort ja noch umsonst sind. Dass uns Mitte März ein Wintereinbruch überrascht, gehörte nicht zu dem Plan, aber letztlich haben wir einfach wärmere Sachen angefangen und los ging’s.

Aus dem Ruhrgebiet sind es gute 500km nach Paris, mit einem ausgiebigen Mittagsstopp in Belgien waren wir nach entspanntem Start am Morgen gegen 15:00 Uhr in der Stadt. Der Verkehr in der Pariser Innenstadt ist natürlich eine Katastrophe, zusätzlich hatten die Schneestürme und eine Demo rund um den Eiffelturm das Chaos perfektioniert.

Trotzdem haben wir einen legalen Parkplatz direkt am Eiffelturm ergattern können, denn der Große hatte sich sehr gewünscht, auf den Eiffelturm hochzufahren.

Die Tickets hatten wir vorher schon besorgt, aber leider konnten wir wegen des Schnees nicht bis ganztägig die Spitze, sondern nur auf die 2. Etage. Für ein Kleinkind trotzdem ein riesiges Erlebnis und eine sehr beeindruckende Aussicht.

Wir würden definitiv empfehlen, die Tickets vorher online zu bestellen, so spart man sich langes Anstehen an den Kassen. Tatsächlich darf man zumindest bis zur 2. Plattform auch mit Kinderwagen in die Fahrstühle, damit hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Bei den Taschenkontrollen am Eingang wurden unsere Babygläschen/-Flaschen auch nicht konfisziert, das war wirklich problemlos.

Grundsätzlich ist es sicher auch sinnvoller, von außerhalb mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt zu fahren- schont Nerven und Blech.

So haben wir unseren Anreisetag doch noch schön abgerundet mit der Fahrt auf den Eiffelturm- when in Paris…

Legoland Discovery Center Berlin

Auch wenn der Name es vermuten lässt, es ist nicht das Legoland, sondern eben „nur“ ein kleines Indoor- Discovery Center. Wir haben es als Kombiticket mit dem SeaLife bestellt, was dann deutlich günstiger war, überhaupt: Onlineticket- Optionen checken spart viel Geld. Die Seite ist so voll von „Sonderangeboten“, dass man den regulären Kassenpreis nur schätzen kann, auf ca. 20€ für Erwachsene.

Mit dem Fahrstuhl könnten wir von der Kasse direkt ins Untergeschoss fahren, wo sich die meisten Attraktionen befinden. Für ältere Kinder gibt es für 4€ noch einen Entdeckerpass, bei dem man in den einzelnen Bereichen abstempeln kann, wenn sie „erledigt“ sind.

Von einem kleinen Fahrgeschäft (Merlin), auf das auch schon kleine/junge Legofans dürfen, eine riesige Bauecke für Autos inklusive Rennbahnstrecke mit Loopings und ein kleines Café neben den Schließfächern bilden den „rechten Teil“ des Untergrundes. Das Café soll noch deutlich vergrößert werden und der Ninjago- Spielbereich wartet noch auf die TÜV Abnahme und ist daher bis Ostern 2018 gesperrt (diese Einschränkungen waren auf der Homepage aber gut beschrieben und wir haben einen 50% Gutschein fürs nächste Mal als Entschädigung bekommen).

Für die Kleinsten gibt es eine Duploecke mit Bauernhof- Thema, sowie weiche Riesenbausteine, aus denen man ein richtiges Haus bauen kann.

An der Dinowelt mit T- Rex aus Lego und großem Vulkan vorbei geht es ins 4D- Kino.

Im alten Ninjagobereich ist eine kleine Klettermöglichkeit (also eher ein bisschen so wie Ninja Warriors).

Der Ausgang geht natürlich nur durch den Shop, wir sind aber ohne Ausgaben rausgekommen ;-)! Witzig: im Shop kann man sich für 2€ ein eigenes Legomännchen aus verschiedenen Haaren/ Hüten/ Accessoires zusammenstellen.

Wenn man für den Eintritt einen guten Deal bekommt (Online/ Kombiticket/ Gutschein), lohnt sich der Besuch im Sony Center bei schlechtem Wetter auf jeden Fall, hier kann man gut einen Vor-/ Nachmittag verbringen. Für den vollen Preis, insbesondere wenn man mehrere Kinder ab 3 Jahren hat, die dann alle schon zahlen müssen, ist es doch eine Stange Geld für dann doch eher wenig Abwechslung, insbesondere für Kleinkinder.

Aber wir werden unseren 50%- Gutschein nach Ostern einlösen, wenn wir mal wieder in Berlin sind und uns die neue Ninjagowelt dann mal ansehen…

Deutsches Technikmuseum und Science Center Specter, Berlin

Das Technikmuseum konnten wir auf unserem Weg von der U1- Haltestelle schon gut am „Rosinenbomber“ auf dem Dach erkennen, zum Eingang mussten wir dann aber doch einmal ums Gebäude herum, bei der Kälte war jeder Meter hart erkämpft. Zum Glück war es im Museum muckelig warm. Mit Berlin Welcome Card habe ich gerade mal 5€ Eintritt (regulär: 8€, Kinder bis 6 Jahre frei) gezahlt und das Beste: das Science Center Specter ist auch inklusive.

In der Eingangshalle haben wir erstmal in Ruhe unsere Schneekleidung ausgezogen und alles an der (kostenfreien) Garderobe angesehen und konnten mit Kinderwagen barrierefrei alle Etagen erreichen. Viele Fahrzeuge (besonders zu Luft und Wasser ) zu bestaunen, technische Zusammenhämge ausprobieren und verstehen, vom Binärcode bis zur Schallwelle.

Das war inhaltlich natürlich nicht alles für Kleinkinder geeignet, aber da es immer ein Knöpfchen zu drehen oder einen Hebel zu betätigen gab, wurde es nicht langweilig.

Nach einer kleinen Stärkung im Café (leckerer frischer Kuchen und Kaffee) ging es dann um die Ecke ins Science Center. Gleiches Ticket, man muss nicht noch einmal extra zahlen. Wir hatten vorher schon online gelesen, dass der Fahrstuhl hier kaputt war, also haben wir den Kinderwagen an der Garderobe abgegeben und das Baby in der Trage mitgenommen. Wir sind erst- das war eigentlich blöd- in die Sonderausstellung mit den Autos und zum „Netz“ (Internet) gegangen, allerdings gab es in der Hälfte des Museums einen schönen Wickel- und Stillraum samt Beschäftigungsmaterialfur große Geschwister, sodass das Baby sich dann satt und zufrieden auch den Hauptteil des Science Center mit angeschaut hat.

Mich erinnerte es an das Phänomania in Essen oder auch das Explorado Kindermuseum, denn hier war anfassen ausdrücklich erlaubt und die vielen Kindergartengruppen und Schulklassen unterstrichen das nur. Jede Etage hat einen wissenschaftlich Schwerpunkt (Optik, Akustik…) und bietet verschiedene Experimente, die auch erklärt sind, zu den Bereichen an. Spannend für alle Altersstufen und so lehrreich, wie man es eben macht. Gerade als Elternteil weiß man ja, wieviel Input man seinem Kind da schon zumuten kann.

Alles in allem tolle Museen, grundsätzlich kinderfreundlich- das mit dem Fahrstuhl war jetzt doof, aber da es vorher ja online angekündigt war, konnte man sich darauf einstellen. Daher: immer Homepages der Museen checken! Hier kommen wir bei schlechtem Wetter sicher nochmal hin, wenn wir wieder in Berlin sind!

Tropical Islands im Spreewald

Der Spreewald hat mehr zu bieten als Gürkchen- soviel war schon vorher klar. Dass das Tropical Islands, von dem man ja schon öfter mal gehört hat, aber auch im Spreewald liegt, war mir neu.

Weil es sonst einfach immer zu weit weg war, haben wir die Gelegenheit „eh in Berlin zu sein“ beim Schopfe gepackt und sind die ca. 60km dorthin gefahren.

Knapp eine Dreiviertelstunde brauchten wir aber auch bei freier Autobahn, der Schluss der Strecke geht durch (Niemands-)Waldland.

Es gibt viele Parkplätze (es war immerhin ein Sonntag, wenn auch nicht in der Hauptsaison) und wir konnten mit unseren vorgebuchten Tickets direkt durch.

Es gibt Familienumkleiden und Wickeltische, die zugewiesene Schranknummer ist aber in einer offenen Sammelumkleide, da war es dann am Morgen schon eng, besonders mit Baby, dass noch nicht selbstständig sitzen/ stehen bleibt auf dem Arm.

Wenn man sich aber einmal umgezogen und alle Sachen verstaut hat, geht’s tiefer in den großen „Dome“.

Wir haben uns entschieden, an der „Südsee“ einen Platz zu suchen, da hier zum einen Sandstrand, zum anderen das Kinderbecken ist. Das erwies sich um 10:00 Uhr (um 6:00 Uhr macht das Bad schon auf!) bereits als schwierig, in bester Mallorca- Manier waren die meisten Liegen schon mit Handtüchern belegt. Wir ergatterten eine Bank und 2 Strandliegen im Sand, so konnten die Kids auch direkt buddeln und im Sand krabbeln, war gar nicht so doof.

Leider war das Piratenschiff im Kinderbereich bis zum Nachmittag abgesperrt, dabei liegt es doch so verlockend auf der Insel…

Mittagessen war für uns auch kindgerecht im Tropen- Restaurant am Kletterspielplatz zu bekommen. Zwar mussten wir diskutieren, dass es ERST Essen gibt und DANN geklettert wird, aber nun gut. Leider hatte das Restaurant im KINDERspielplatz, in dem es auch NUR Kinderspeisen gibt, nur 2 Hochstühle, die von zwei Dreijährigen okkupiert wurden, sodass wir auf dem Spielplatz noch auf die Suche nach dem verschollenen dritten Stuhl gehen mussten. Für ein Kinderrestaurant immer noch wenig.

Die Preise waren dort aber fair, Pommes, Chicken Nuggets und Buttermöhren für unter 5€. Direkt nebenan ein Klo mit Kindersitz, Wickelstation, Kinderklo und niedrigerem Waschbecken, bzw Trittchen. Das haben wir auf den anderen von uns „getesteten“ Örtchen auch so vorgefunden, sehr kinderfreundlich!

Im Regenwald kann man Flamingos und Schildkröten entdecken, in die Tiefen des Dschungels haben wir uns gar nicht begeben, auch nicht in den Außenbereich von „Amazonia“ oder in den Sauna- und Spabereich.

Wir haben also noch viel zu entdecken, wenn wir mal wiederkommen. Dann eventuell auch mit einer Übernachtung: vom Jurtenzelt zum Luxushotel ist dort alles machbar. Auf unserer Wunschliste steht dann auch eine Ballonfahrt (Tropical Islands von oben angucken- IN der Halle!) und die Rutschen testen.

Die Kinder hatten riesigen Spaß und obwohl wir ja sonst eher so 2- Stunden-Schwimmbadgänger sind, war es heute gar kein Problem, den ganzen Tag dort zu verbringen, ohne dass es langweilig wurde.

Einige Tipps, die wir uns fürs nächste Mal merken und gerne schon an euch weitergeben:

-Tickets vorher online buchen spart Geld (und etwas Zeit beim Einlass)

-Armbänder mit aufgeladenem Guthaben vorm rausgehen schon am Automaten zahlen spart auch Zeit am Ausgang, besonders, wenn man dick eingepackt in der Tropenhalle steht ist das ganz angenehm

-man kann Kinderwagen/ Buggies wunderbar mit reinnehmen und hat auch „Fahrwege“ hierfür. Der hat uns als Mittagsschlafplatz etwas gefehlt

-Essen und Trinken darf nicht mitgebracht werden (steht das nicht bei allen Schwimmbäder ?!) aber es hat natürlich keiner was gegen die Babynahrung gesagt

-für den Aufenthalt in den Restaurants oder auf dem Spielplatz bietet es sich an, ein luftiges Sommerkleid oder Shorts mitzunehmen, damit man nicht in nassen Badesachen oder im dicken Bademantel dort sitzt

-früh dort sein! Wie gesagt, um 10:00 Uhr wurde es schon knapp mit Sitzmöglichkeiten, daher: Picknickdecke oder Strandmatte/ -Laken mitnehmen, auf die man sich zur Not in den Sand setzen kann

-Wechselschwimmsachen mitnehmen… dann kann man den Kids mal ne trockene Badehose anziehen, bei einem so langen Aufenthalt ist es halt viel rein ins Wasser, raus aus dem Wasser…

FAZIT:

Wir kommen wieder! Viel zu sehen, viel zu erleben… trotz kostenfreier U3 – Kinder hat der Tag mit Eintritt, Essen, Eis, etc. dann aber auch rund 100€ gekostet, also muss man die Zeit schon auch gut nutzen.

Parkleuchten im Grugapark Essen

Heute waren wir zum ersten Mal zu viert beim Parkleuchten im Grugapark. Daher auch so früh wie noch nie: schon zur Dämmerung waren wir am Parkeingang. Der Hauptparkatz war dieses Jahr auch geöffnet (letztes Jahr war irgendwie eine Messe) und kostet dank Entwertung am Kassenhaus auch nur 1€, nicht 4€.

Der Eintritt kostet für Erwachsene wie immer 5€ (samstags 6€ wegen Kleinkunstvorführungen), für Kinder ab 6 Jahren 2€.

Das frühe Ankommen war nicht schlimm: wir hatten keine Schlange an der Kasse und es wurde schnell so dunkel, dass die Lichtinstallationen ihre volle Wirkung entfalten können.

Wir waren wieder mit Kinderwagen unterwegs, was in der Grugapark gut möglich ist- man muss zwar manchmal einen kleinen Umweg gehen, aber die Wege sind ausreichend beleuchtet und somit für Kinderwagen und Rollstuhl gut befahrbar.

Recht am Anfang des Rundwegs gibt es an der Orangerie direkt einen Imbiss mit Curry- Pommes, Glühwein, aber auch Bratwurst und Kinderpunsch. Heute haben wir sogar einen Platz im Zelt neben dem Grill bekommen und konnten etwas kältegeschützt essen.

Es ist wirklich immer kalt, wenn im Februar/ März das Parkleuchten stattfindet, die Kids hatten also ihre dicken Schneeanzüge und Handschuhe an und das war auch nötig. Beide hatten Spaß an den tollen Lichtern, besonders die Lightshow am See fanden sie super und das Hundertwasserhaus ist ja immer abends beleuchtet, wirkt von der bunt bestrahlten Brücke aber noch beeindruckender.

Ein schöner Abendspaziergang, mit einem Kinderpunsch zum Wärmen temperaturmäßig und von der Strecke gut zu schaffen, auf dem Rückweg wurde über die schönen Lichter gesprochen und zuhause haben sich beide schnell ins warme Bett gekuschelt und geschlafen. Winwin!

USA Westküste mit Kindern- Das Essen

Grundsätzlich haben wir die USA als sehr kinderfreundlich erlebt. Fast überall gab es Hochstühle und Wickelmöglichkeiten, etwas zum Malen oder rätseln für den Großen und Spielplätze am Strand oder in den (Fastfood) Restaurants.

Mit „Pommes und Chicki Nuggets“ ist ja auch fast jedes Kind glücklich?! Wir haben als Ausgleich zum ungesunden Mittagessen meist am Abend nur ein Brot und Gemüse/ Salat gegessen. Frühstück hatten wir teilweise im Hotel inklusive, ansonsten haben wir auf dem Zimmer einen Toast gegessen oder uns ein paar Mal auch außerhalb etwas gegönnt.

So ein Mittagessen beim Fastfoodriesen belief sich für uns 3 immer so auf 20$, ein (einfaches) Essen im Restaurant meist so auf 40$, da kommt dann aber auch noch Trinkgeld dazu. Da Restaurantessen dreimal am Tag einfach zu viel und zu teuer gewesen wäre und wir auch keine „Restaurantkinder“ haben, war es für uns aber der ideale Kompromiss, uns auch -so weit es mit Kühlschrank und Mikrowelle eben geht- selbst zu versorgen.

Dazu haben wir immer unsere Tupper-Stapelteller, ein bisschen Besteck, Schneidemesser und Spülmittel dabei, so sind wir gut ausgerüstet.

Natürlich gibt es auch anderes Essen als Hamburger, gerade im Süden Kaliforniens gibt es aufgrund der Grenznähe hervorragendes mexikanisches Essen, im Landesinneren auch tolle Steakhäuser. Wenn man sich ein wenig umschaut gibt es aber im figurbewussten Kalifornien auch verschiedene Vegan/ Raw Food/ Lakto- Öko- wieauchimmer Restaurants für jeden Geschmack, die kosten dann eben nur ihren Preis. Und das Trinkgeld in den Restaurants nicht vergessen: das ist dort nicht im Verkaufspreis mit einberechnet und die Kellner sind drauf angewiesen. 10-15% sind angemessen, sagte unser Reiseführer.

Auch deshalb sind die Gastro- Menschen wirklich sehr zuvorkommend und gerade auch den Kindern gegenüber sehr fürsorglich. Kein Sonderwunsch war zu ausgefallen.

Einkaufen ist in den USA ein Abenteuer für sich, die riesigen Packungsgrößen spiegeln die Größe des Landes wieder, wenn man verzweifelt versucht, eine Milchpackung kleiner als 1,6l zu finden, ist das wohl sinnbildlich. Bekanntermaßen können die Amis -für deutsche Gaumen- kein Brot und keine Wurst machen, Toast und wurstähnlicher Aufschnitt sind aber natürlich zu bekommen. Wenn man auf italienische Salami oä ausweichen will, wird’s dann aber auch gleich teuer. Auch Obst, wie zB Beeren sind teuer. Eine (kleine) Schale Himbeeren für 4-5$… leider ist es hier wirklich noch deutlicher, dass die ungesunden Dinge absolut nachgeschmissen werden, wie riesige Colaflaschen oder Snacktüten, gesundes wie Obst, gutes Fleisch oder Getreide aber wirklich sehr teuer sind.

Für Babies: die originalen Pampers kosten ca das 2,5fache, Eigenmarken sind nach Info einer Freundin sehr plastiklastig und nicht wirklich atmungsaktiv. Also am besten Windeln von zuhause mitnehmen!

Für die Beikost gibt es auch Gläschen, allerdings meist sortenrein, zB nur Erbsenpüree oder Kürbissquash, eher weniger das in Deutschland klassische Gemüse+Kartoffel+ Fleisch- Gläschen. Getreideflocken für Milch/ Obst- Getreidebrei gibts so gar nicht, da also auch lieber eine Tüte von zuhause mitnehmen.

Dafür gibts zB von Parent’s Choice leckere kleine Getreide-Puff- Nibbel in verschiedenen Geschmacksrichtungen, die fand sogar der Große noch gut.

Zusammenfassend: je nach Budget und Geschmack lässt sich in den USA auch mit Kindern gut essen, auch gesund ist möglich. Aber im Urlaub darf es ja auch mal ne Pommes mehr sein, oder? 😉