Ravensburger Spieleland, Meckenbeuren

In der Nähe von Ravensburg ist in Meckenbeuren das Ravensburger Spieleland mit Feriendorf. Von unserem Center Parcs Allgäu ca.40 Minuten Fahrt.

Geschluckt haben wir allerdings bei den Eintrittspreisen: 35,50€ für Erwachsene und 33,50€ für Kinder ab 3 Jahren. Als Center Parcs Besucher haben wir (wenn man die Karten im CP kauft) einen Rabatt bekommen, aber trotzdem- ein teurer Spaß.

Zum Vergleich: im Heidepark Soltau haben wir im Sommer ähnliche Preise gezahlt, dort gab es allerdings auch viele Attraktionen und Achterbahnen für Erwachsene, das ist im Ravensburger Spieleland nicht so der Fall. Da wäre es eher angebracht, dass die Kinder den vollen Preis zahlen und Eltern eine Ermäßigung bekommen ;-).

Genug gemeckert, kommen wir zu den schönen Seiten des Parks, denn die Kinder sind voll auf ihre Kosten gekommen (und wir Eltern dadurch ja irgendwie auch). Der in verschiedene Spielewelten unterteilte Park bietet viele Spiel-, Kletter- und Entdeckmöglichkeiten für große und kleine Kinder.

Im Folgenden möchten wir euch einige unserer Highlights vorstellen:

Unser Großer spielt total gerne „Das verrückte Labyrinth“ in allen Varianten, die wir so zuhause haben. Dieses Lieblingsspiel gibt es dort „in echt“! Ein großes Labyrinth, man begegnet den bekannten Figuren (Troll, Fee, Drache…) und muss seine eigene Stempelkarte vollkriegen, indem man die dort abgebildeten Figuren findet. Das Spiel „Tempo kleine Schnecke“ ist- ironischerweise- ein Autoscooter und das „Nilpferd in der Achterbahn“ wird zum Nilpferd in der Wasserbahn- mit Tempo im Kreis herum.

Ein riesiger Baubereich mit verschiedensten Treckern, Anhängern und Schubkarren, der dazu passenden Tankstelle und Waschstraße ist das reinste Paradies für die Kinder. Und die Eltern können währenddessen gemütlich auf der Bank sitzen- winwin ;-)!

Im von Daimler gestifteten Gewächshaus gibt es Allerlei über Technik, Magnetismus oder Automotoren zu lernen, hier können auch Workshops gebucht werden.

Schön war auch, dass die Anlehnung an die Ravensburger (Brett-)Spiele nicht nur bei den Attraktionen zu sehen war, sondern in den Shops auch wirklich Spiele, Bücher und Merchandise angeboten wurden. Im Sonderposten- Shop am Eingang/Ausgang hab ich ein, zwei schöne Schnapper für meine Klasse machen können. Im Spielpavillon (wohl nur bei gutem Wetter- sonst gibt es auch eine Ausleihstation indoor) kann man verschiedene Spiele der Ravensburger Welt für alle Altersklassen ausprobieren- Sitzgelegenheiten werden geboten. Eine tolle Gelegenheit, die über die Ausleihe- und Testmöglichkeiten unserer Stadtbücherei weit hinausgeht.

Auch im Shop der Brio- Welt gab es Zug- Zubehör zum Teil als B- Ware deutlich reduziert (wegen Fehlern/ Beschädigungen an der Verpackung). Überhaupt, die Brio- Welt: angefangen vom bekletterbaren Zug, der genauso aussieht, wie unser Holzzug zuhause, über die Polizei- Wasser-Ringrutsche (ein weiteres Highlight des Großen) und eine Sommerrodelbahn. Hier wieder besonders beliebt: „Echte“ Bagger, mit denen die Kiesgrube umgewälzt werden konnte.

Verschiedene Restaurants bieten die Möglichkeit zur Mittagspause, wir waren im Restaurant der Grünen Oase, dort gibt es Kinderklassiker („irgendwas mit Pommes“), aber auch allgäuische Käsespätzle oder jahreszeitlich passende Kürbissuppe.

Plant auf jeden Fall ausreichend Zeit ein, es gibt viel zu entdecken! Wir hatten wirklich Glück- am Wochentag außerhalb der badenwürttembergischen Ferien waren wirklich nur Touris im Park. Es verteilte sich aber so gut, dass wir an kaum einer Station warten mussten. Dann macht es ja noch mehr Spaß ;-). Viel Spaß im Ravensburger Spieleland!

{Der Beitrag enthält Werbung, wegen Markennennungen und Ortsmarkierungen. Eintritt war aber selbst bezahlt und die Werbung ohne Auftrag.}

Robin Hood Familienausstellung im MKK Dortmund

Wir waren heute eingeladen, im Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund die neue Robin Hood Familienausstellung (noch bis April 2020) zu besichtigen. Dank individueller Führung mit Kurator Philipp Sulzer und Museumspädagogen Roman Kurth, konnten wir die Ausstellung intensiv erleben.

Die Parkplatzsituation in der Dortmunder Innenstadt ist natürlich katastrophal, aber wenn man einmal einen Parkplatz gefunden hat, hat man fußläufig ja viele Möglichkeiten, um den Parkticketspreis wieder rauszuholen ;-).

Der Eintritt in die Ausstellung kostet regulär 6€ und für Kinder ab 8 Jahren 2,50€. Die Ausstellungsfläche ist barrierefrei, also mit Rollstuhl und Kinderwagen gut zu „erfahren“.

Aha- Moment: Man sollte auch mit Kindern viel häufiger an Museumsführungen teilnehmen. Die meisten Museen (so auch das MKK) bieten ja mittlerweile auch kinderfreundliche Führungen an und man erfährt ja doch mehr über die Exponate und Hintergründe, als wenn man alleine durch die Ausstellung schlendert.

Die Ausstellung über den Helden in Strumpfhosen und das Leben im ruhrpöttlichen Mittelalter ist unterteilt in die drei Hauptlebensbereiche der Zeit: Stadt, Wald, Kloster/ Kirche.

Starten wir in der Stadt: das mittelalterliche Dortmund ist durch hanseatischen Handel geprägt und noch heute prägen die Kirchen das Stadtbild. Wie es damals auf Märkten zuging, wie die Marienverehrung sich auf das Leben auswirkte (hier in der Stadtkirche ist übrigens eine kleine Madonna als wertvollstes Exponat der ganzen Ausstellung), wie die Menschen gearbeitet haben… als das ist hier anschaulich erklärt. Spielstationen, zB der Bautisch, an dem man eine eigene Stadt erbauen kann, lockern die Ausstellung auf und gönnen den Kindern eine Pause von all den Eindrücken. Die Robin Hood Sagen kann man sich nicht nur in Schriftform, sondern auch als Hörspiel oder Film ansehen.

Weiter geht’s in den Lebensraum von Robin Hood: den Wald. Man kann mit ihm am (gedeckten) Tisch sitzen, oder sich in den „dunklen Wald“ trauen- im Schwarzlicht leuchten die Augen der Waldtiere hier etwas unheimlich, aber nicht beängstigend. Direkt daneben kann man selbst zur gruseligen Schattenfigur werden und mit Masken und Hüten eigene Ängste überwinden. Viele Denkanstöße hier auch zum sozialen Lernen: „Wovor habe ich Angst? Wer kann mir bei Angst helfen? Wer sind meine Freunde?“ Kann ich mir – mit pädagogischer Brille- auch super für Klasse 3/4 vorstellen!

Am Ende der Stadt erwartet den Besucher die Anlage zum Bogenschießen. Fanfaren und Applaus wie beim Bogenschießenturnier, dabei aber völlig kindersicher und für alle Besucher frei zugänglich. Der Vierjährige konnte dort schon gut selbstständig mit (stumpfem) Pfeil und Bogen schießen. Die große Verkleidungsecke ist ein Spaß für Groß und Klein. Einmal als Königin auf dem Thron sitzen, oder den Knappen aufs (Holz-)Pferd setzen?! Alles möglich!

Als letzter Bereich der Ausstellung ging’s ins Kloster. Beeindruckende Stücke klösterlicher Schreibkultur gibt es dort genauso zu besichtigen wie ganz moderne Techniken: in Stop Motion Technik kann man seine eigenen kleinen Robin Hood Szenen drehen.

Nach so vielen Eindrücken und Sinneseindrücken jeglicher Art kann man sich entweder auf die kuschelige Bücherbank verziehen und ein wenig schmökern, oder es geht direkt ins Museumscafé. Klein, fein, gemütlich und kinderfreundlich kann man hier wunderbar bei Kaffee und Kuchen den Nachmittag beenden.

Die Dauerausstellung in der Rotunde ist für die Kleinen eher nicht so spannend, aber für Erwachsene lohnt sich der Blick ins 1. OG.

Wie schon erwähnt gibt es auch Führungen für Kinder, Erwachsene, Schulen und sogar Kindergeburtstage. Das volle Programm!

Ob mit oder ohne Führung (checkt auch immer die Homepage nach aktuellen Workshops für Familien!) es lohnt sich auch schon für kleinere Kinder, die größeren Kids, die die Geschichten von Robin Hood noch besser kennen, werden sowieso völlig in die Welt von Sherwood Forest abtauchen. Probiert es aus und hinterlässt uns gerne ein Feedback hier oder auf Instagram!

DASA Arbeitswelt Ausstellung, Dortmund

Huch, just neben meiner Zweituni, der TU Dortmund, befindet sich die DASA Arbeitswelt Ausstellung. Oft in der Ruhrtopcard- Broschüre gelesen, aber bisher nie da gewesen. Auch als Studentin nicht 😉.

Nun wollten wir auch den Start der neuen Ausstellung Fertig? Los! zu Sport und Technik abwarten, in der Hoffnung, dass etwas für unseren kleinen Fußballer dabei ist (und wir wurden nicht enttäuscht. Aber dazu später mehr).

Vom museumseigenen Parkplatz sind es nur noch ein paar Meter zu den großen Hallen der Ausstellung. Mit Ruhrtopcard kamen wir umsonst rein, sonst sind es 8€ für Erwachsene und 5€ für Kinder ab 5 Jahren.

Von der riesigen Eingangshalle aus muss man sich erstmal einen Überblick verschaffen, wo man anfangen möchte. Zum Glück gibt’s zur Eintrittskarte den Lageplan und die Termine des Tages direkt auf die Hand.

Die Dauerausstellung zeigt verschiedene Aspekte der Arbeitswelt: Arbeitsplätze, Arbeitsbedingungen, Arbeitsmaterialien… klingt im ersten Moment vielleicht nicht so spannend, aber tatsächlich waren die vielen Maschinen (im Querschnitt durch die Jahrhunderte) und Stationen zum Ausprobieren auch für die Kinder sehr spannend. Wenige „fass das nicht an“- Bereiche, vieles, wo man einfach mal Knöpfe drücken und Fluglotse sein kann. Nebenan konnte man z.B. den „weltbesten Papierflieger“ bauen (O-Ton Sohn).

Sonntags finden auch noch zusätzliche Aktionen für Kinder statt, diese Woche konnte man z.B. Frisbees aus Papptellern bauen.

Besonders gefallen hat uns die Sonderausstellung (bis April 2020) zu Sport und Technik. Viele, viele Stationen, in denen Zeiten gemessen werden, die eigene Beweglichkeit und Geschicklichkeit getestet und der Gleichgewichtssinn ausgereizt. Unser Fußballfan hatte natürlich besonderen Spaß an dem nachgebauten Stadion, in dem alte Bundesligaspiele in Dauerschleife laufen und man selbst zum Fußballkommentator werden kann.

Ich persönlich fand es total spannend, mal die Technik hinter einem Fechtanzug zu sehen (und durch ausprobieren zu verstehen), kannte ich das bislang nur aus den Olympia- Übertragungen.

Bei besserem Wetter müssen wir dringend nochmal die Kinder-Baustelle im Innenhof testen, wo man das Dach decken kann, Stein auf Stein eine Mauer hochziehen und viele Schubkarren Sand transportieren kann. Mit überdachten Sitzplätzen für die Eltern in Sichtweite ;-).

Wir werden definitiv nochmal wiederkommen, vielleicht dann passend zu Vorführungen der Maschinen, dadurch wird das Ganze doch immer noch anschaulicher.

Phantastischer Lichterweihnachtsmarkt, Dortmund

In der Adventszeit sind die Weihnachtsmärkte an uns größtenteils vorbeigezogen, daher waren wir ganz froh, dass der PLWM noch bis 01.01. geöffnet hat.

Schon vorm Eingang gabs viel zu sehen…
Wunschbrunnen- der Erlös geht ans Dortmunder Tierheim. Tolle Idee!

Wir sind ziemlich erwartungslos dorthin gefahren, unser Hauptziel war das Konzert der Heavysaurus, die Dino- Kinder- Rockband, die der Travelbuddy schon 3 Wochen zuvor in Bochum live gesehen hatte und die seitdem bei uns rauf und runter läuft.

Die Parkplatzsuche war schon etwas schwierig, am Waldrand wurden wir aber fündig und waren nach ca.10 Min Fußweg (war etwas matschig, aber auch der Kinderwagen hat’s geschafft) am Eingang. Dort ging es sehr organisiert zu, kurze Taschenkontrolle, klare Beschilderungen („rein“/ „raus“). Eintritt für Erwachsene kostet 7€, Kinder bis 14 Jahre sind frei. An der Kasse wurden Familien mit Kindern sogar extra auf das Heavysauruskonzert aufmerksam gemacht- super Service!

Wir waren schon recht früh, vor Einbruch der Dunkelheit dort, trotzdem waren schon die ersten Feuer an und es war perfektes Wetter: trocken, kalt, aber nicht eisig. So, dass der Glühwein schon schmeckt, aber keine Eiszapfen an der Nase hängen ;-).

Komische Gestalten…

Während wir also am (echten) Feuer den ersten Glühwein/ Kinderpunsch schlürften, konnten wir nicht nur die „Parade der Phantasiewesen“ an uns vorbeiziehen sehen, sondern bewunderten auch die vielen Besucher, die sich mittelalterlich oder fantasymäßig gewandet hatten.

Der Weg übers Piratenschiff (wer sich traute…)

Grundsätzlich führt ein Rundweg über das weitläufige Gelände, dem man folgen kann, aber nicht muss, an den neuralgischen Punkten standen Ordner, die darauf achteten, dass alle sicher z.B. über die Brücke kamen, niemand im Weg stehenblieb, etc.

Die Stände passten absolut ins mittelalterliche Ambiente, egal ob Kunsthandwerk oder Essensstände. Kein Plastiknippes und selbst die Currywurst hatte ne Holzgabel. Aus dem Festzelt tönte „What shall we do with the drunken sailor“ aus vielen Kehlen mitgesungen.

Für die Kinder war es ein wirkliches Spektakel und eine Fest für die Sinne. Das Lagerfeuer und die Holzkohlegrills riechen, ungewöhnlich gekleidete Menschen sehen, dampfsprühende Drachenköpfe auf dem Weg, Fackeln und Laternen, die musikalischen Darbietungen, die wir mitbekommen haben, gingen in Richtung Santiano: Seemanns-, Kelten-, Mittelaltermusik.

Obwohl der Markt gut besucht war, wurde es erst wirklich voll, als wir gegen 19.00 Uhr den Heimweg angetreten haben. Mit Kindern also ideal am frühen Nachmittag im Hellen anzukommen und Eindrücke zu sammeln und dann in der Dunkelheit die unfassbar toll illuminierten Zelte, Hütten und Gewässer zu bewundern.

Wir sind 2019 auf jeden Fall wieder da- vielleicht sieht man sich ja ;-)?!

Special: Mit Kindern auffe Zeche

Am 21.12.2018 endete eine Ära: Mit Prosper Haniel in Bottrop schloss das letzte Steinkohlebergwerk Deutschlands seine Pforten.

Der emotionale Abschied hat wohl keinen Ruhrpottler kalt gelassen. Egal, ob man eine familiäre, persönliche Beziehung zum Bergbau hat oder nicht: Der Bergbau hat das Ruhrgebiet „gemacht“ und geprägt, Sprache, Kultur und Menschen jahrzehntelang beeinflusst.

Um diese Erinnerung lebendig zu halten, sollten wir unseren Kindern dringend auch diesen Teil der Ruhrgebietsgeschichte zeigen.

Das kann ein Spaziergang auf eine der vielen Halden im Pott sein ( Rungenberg, die Himmelsleiter, zum Tetraeder, zu Tiger und Turtle, Halde Hohewart…) viele dieser ehemaligen Zechenorte sind mittlerweile Kulturzentren mit Skulpturkunst, Theatern, markanten Landmarken.

Auf der Seite der Metropole Ruhr findet ihr einige Tipps für Zechen mit Kindern (wir werden einiges davon 2019 für euch testen und an dieser Stelle berichten).

Auch wir haben schon ein paar für den Bergbau relevante Orte mit den Kids besucht und unsere Eindrücke mit euch geteilt, wie das Bergbaumuseum Bochum oder auch das (zurzeit wieder aufgebaute) Eislaufen auf Zollverein.

Lasst uns die Erinnerung an den Bergbau lebendig halten und dieses besondere Erbe weitergeben.

Danke Kumpel! Glückauf!

DiNovember?!

Wer uns auf Instagram unter @pottkinderontour folgt, wird sich vielleicht gewundert haben, was bei uns los ist. Die Dinos sind los! Seit dem 1. DiNovember treiben unsere zahlreichen Spielzeugdinos nachts jede Menge Schabernack und wir „erwischen“ sie morgens.

Die Idee kommt von einer Familie aus den USA, die haben sogar ein Bilderbuch dazu veröffentlicht- das war auch unser Einstieg in den DiNovember. Ein bisschen wie der „Elf on the Shelf“- den find ich allerdings etwas unheimlich und außerdem ist im Dezember ja auch schon der Adventskalender als morgendliche Freude.

Die Dinos machen uns einfach allen Spaß. Folgt uns auf Instagram und schaut, was unsere Dinos noch so anstellen! Unter dem #dinovember findet ihr auch noch mehr witzige Bilder von frechen Dinos!

(Unbezahlte Werbung für das o.g. Buch und für ggf. verbundene Accounts.)

Naturkundemuseum Berlin

In einem (alten) Dinobuch, das wir letztens aus der Bücherei ausgeliehen hatten, stehen auf der Rückseite die „schönsten Dinomuseen“. Naja, Museen, die auch Dinosaurierfossilien/- nachbildungen ausstellen. Vor allem das Naturkundemuseum in „Ost- Berlin“ fiel uns ins Auge, da hier der guinnessrekordhaltende Brachiosaurus steht (größtes montiertes Saurierskelett). Und tatsächlich ist der Brachiosaurus sehr imposant, wenn man in die Haupthalle des Museums kommt und automatisch erstmal nach ooooben schaut.

8€ für Erwachsene, 5€ für Kinder (bis 3 frei) kostet der Eintritt, barrierefreier Zugang für den Kinderwagen ist um die Ecke, ein Fahrstuhl verbindet die Etagen und an der Garderobe gibt’s im großen Behinderten- WC eine Wickelecke. Auch Leihbuggies (Typ Quinny) gibt es hier.

Es gibt sowohl eine Picknickecke für mitgebrachtes Essen, aber auch ein kleines Café, wo es Wärme und kalte Getränke, Eis und kleine Mittagssnacks wie Quiche oder Würstchen zu kaufen gibt.

In der Haupthalle sind neben dem Brachiosaurus auch noch andere Dinosaurierknochen ausgestellt, die durch interaktive Fernrohre und Bildschirme mit Leben gefüllt werden: blickt man durch die Fernrohre in Richtung eines Skeletts, bekommt es Muskeln, Fleisch und Haut und wird in sein natürliches Lebensumfeld „gebeamt“. Robbie Williams „Rock DJ“ umgekehrt, quasi.

Ein weiteres Dinohighlight ist zurzeit T- Rex Tristan, der in schummrigem Licht tatsächlich sehr bedrohlich wirkt. Die T- Rex- Kopf Nachbildung ist zum Glück hinter Glas. Kleine Filme erklären die Arbeit der Paläontologen und die Lebensweise der Dinos der Jurazeit.

Auch ein Themenschwerpunkt des Museums ist die Entstehung der Erde/ des Universums. In einem kleinen Film, den man bequem liegend im Treppenhaus sehen kann, rast man durch ein paar Milliarden Erdgeschichte.

Die Tiersammlung- naja, muss man mögen. Es sind natürlich ausgestopfte Tiere, an denen Naturphänomene wie Anpassung an die Umgebung, Verwandtschaft der Arten und symbiotisches Zusammenleben dargestellt werden.

Tatsächlich waren wir schon bei unserem letzten Berlin- Trip im Februar hier, das war bei der sibirischen Kälte eine schöne Zufluchtstätte. Diesmal war das Wetter natürlich besser, aber der ausdrückliche Wunsch des Travelbuddies war, „Tristan zu besuchen“- kein Problem.

Auf jeden Fall einen Besuch mit Kindern wert, wenn diese sich für Dinos, Astronomie und Tiere interessieren.

Dann auch auf keinen Fall den Shop verpassen- für diese Themengebiete gibt’s hier tolle, auch pädagogisch wertvolle- Souvenirs für alle Altersstufen.

Rund um den Sorpesee

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Im Sauerland findet man den schönen Sorpesee, auf, um und in dem man wunderbar Zeit verbringen kann. Wir sind von der Haltestelle Amecke in Sundern (Parken kann man dort oder am Campingplatz) mit der MS Sorpesee erstmal schön über den See geschippert. Mit der Ruhrtopcard ist Hin- und Rückweg frei, sonst ca.12€, 30 Minuten dauert eine Fahrt, Haltepunkt an der anderen Seite ist direkt am Ufer neben der Jugendherberge Sorpesee. Dort kann man an der schon recht touristischen Promenade in einem der vielen Restaurants essen oder eben am Ufer entlang spazieren oder gar ins Wasser gehen.

An Bord wird nichts erzählt (wie manchmal auf so Ausflugsschiffen), aber man kann sich im Bordrestaurant versorgen und innen oder außen die Fahrt genießen. Einen Wickelraum gibt’s übrigens auch ;-). Die Tickets kann man direkt auf dem Schiff kaufen, Abfahrt ist ab 11:00 Uhr stündlich.

An der Haltestelle Amecke kann man am Café am Campingplatz essen und trinken- mit Plastikcampingstühlchen und eher unmotivierter Bedienung zwar eher rustikal, aber völlig in Ordnung.

Spannender ist der dort startende „Airlebnisweg“, der die Themen Wasser und Atmung an verschiedenen Stationen aufnimmt und (Mitmach-) Exponate bietet. Auch ein Piratenschiffspielplatz ist auf dem Weg.

So kann man sich wirklich gut dort aufhalten, ob mit mehr oder weniger Bewegung ist dann jedem selbst überlassen und sicherlich auch temperhaturabhängig.

Also, raus aus dem Haus und ab an den See- hier weht wenigstens immer ein kühlender Wind.

Neanderthal Museum, Mettmann

Wer in unsere evolutionäre Vergangenheit reisen will, findet mitten in NRW das Neanderthalmuseum- mit Ausstellung und Fundstelle unserer gleichnamigen Vorfahren.

Gut ans westfälische Autobahnnetz angebunden kommt man also nach Mettmann und kann direkt neben dem Museum auf dem (wochentags kostenfreien) Parkplatz parken.

Neben dem Museumsgebäude führen verschiedene Wanderwege zur Fundstelle, dem Tiergehege, einen Kunstpfad entlang oder zur Werkstatt, wo Kindergeburtstage oder Gruppenaktionen gebucht werden können.

Die aktuelle Sonderausstellung im Museum zeigt im Untergeschoss eiszeitliche Tiere (mit Zähnen und Fellen zum anfassen).

Mit der Ruhrtopcard waren wir mal wieder umsonst dabei, ansonsten ist in den 8€ für Erwachsene und Kinder (ab 5 Jahren) 5€ (20% Familienrabatt) der Audioguide inklusive, am Eingang gibt es die Kopfhörer , die man individuell in die Buchsen an den Ausstellungsstücken einstecken kann. Für Kinder gibt es hier auch eine extra gekennzeichnete Kinderaudioführung.

Überhaupt ist das Museum absolut kinderwagentauglich, Fahrstühle und Rampen machens möglich. Ein Wickelraum und Kinderhochstühle im Café runden das kinderfreundliche Bild ab. Neben der Audiotour sind für Kinder auch viele Stationen, an denen angefasst und ausprobiert werden darf: Knochen „ausgraben“, Bohren mit einem steinzeitlichen Kreiselbohrer, Nüsse knacken mit großen Steinen. Dazu kann man am Eingang das Forscher-Kit mit Nüssen, Holzscheibe zum Bohren, etc. erwerben, aber auch ohne dieses ist es- gerade für kleine Kinder- auch so spannend, alles auszuprobieren.

Hinter Klappen in Regalen befinden sich kindgerecht aufgearbeitet die Informationen aus der umgebenden Ausstellung. Manchmal mit Mammut- Kuscheltieren, oder eben hilfreich erklärt.

Das Café hat nicht nur eine schöne Sonnenterrasse, sondern auch eine gute Auswahl an Getränken, Kuchen und Snacks. Hochstühle für Kinder gibt es wie erwähnt auch, also kein Problem, dort ein Mittagspäuschen zu machen.

Zum Abschluss auf jeden Fall in den Shop gehen, ein Neandertaler- Bier ist doch ein witziges Mitbringsel. Und auch für die Kleinen gibt es tolle (Bilder-) Bücher oder Mini- Mammutzähne (jaja, keine echten!) zum „Ausgraben“ aus Gips.

Ein trockener Tag ist zu empfehlen, wenn man die Wanderwege auch nutzen will – und das sollte man. Viel Spaß bei unseren Vorfahren!

Copa Ca Backum-Freizeitbad in Herten

Huch- übers Copa haben wir noch gar keinen Beitrag geschrieben? Vielleicht, weil wir schon zu oft im Freizeitbad in der Nachbarschaft waren. Mit der RuhrtopCard umsonst, ansonsten für 11€ für die Erwachsenentageskarte (viele Preismodelle für Kurzschwimmer und Familien, Freibadnutzer…bitte auf der Homepage checken) ging es für uns in die Familienumkleide- mit wasserfestem Leihbuggy für die Travelbiene.

Das Bad selbst hat -besonders im Schwimmbereich- schon an einigen Stellen noch den Kachel-Charme der 80er. Aber es ist sauber und alles funktioniert, das ist die Hauptsache. Für Kinder gibt es verschiedene Becken zur Auswahl: Kinderrutsche mit Wasserirrgarten, das ganz flache Wasser mit den wasserspeienden Schlangen oder das Becken mit der Robbe.

Die Kinder können mit entsprechender Begleitung/ Schwimmhilfe natürlich auch die anderen Becken des Hallenbads nutzen: Das Becken mit der Rutsche hat allerdings eine Wassertiefe von 1,35m. Hier geht’s auch nach draußen, dort kann man sich dann vom Strudel treiben lassen. Auch aus dem schönen warmen Solebecken geht es nach draußen, wenn man sich nicht hinter dem Wasserfall verstecken will.

Das Copa bietet Schwimmkurse und ein 50m-Becken für ernsthaftes Training; im Sommer kann man im Freibad die warmen Tage gut verbringen (ein Kombiticket für Hallen- und Freibad gib es aber leider nicht). Die Saunalandschaft ist schön und modern, mit Kindern waren wir da allerdings noch nicht, ist ja auch nur bedingt für Kinder geeignet.

Im Hallenbad ist es mit Kindern aber recht entspannt: neben den erwähnten Leihbuggies kann man an den Campingtischen picknicken, oder im Café eine Kleinigkeit essen. Die verschiedenen Becken im Bad sind überschaubar, aber besonders durch den drinnen/ draußen-Bereich für Kinder absolut ausreichend. „Überschaubar“ ist mit Kindern ja irgendwie auch eher ein positiver Aspekt?!

Einen ganzen Tag würde ich dort (indoor) wohl eher nicht verbringen, aber für einen schönen Vormittag (da ist es noch leerer) eignet sich das CopaCa Backum ganz hervorragend!