Robin Hood Familienausstellung im MKK Dortmund

Wir waren heute eingeladen, im Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund die neue Robin Hood Familienausstellung (noch bis April 2020) zu besichtigen. Dank individueller Führung mit Kurator Philipp Sulzer und Museumspädagogen Roman Kurth, konnten wir die Ausstellung intensiv erleben.

Die Parkplatzsituation in der Dortmunder Innenstadt ist natürlich katastrophal, aber wenn man einmal einen Parkplatz gefunden hat, hat man fußläufig ja viele Möglichkeiten, um den Parkticketspreis wieder rauszuholen ;-).

Der Eintritt in die Ausstellung kostet regulär 6€ und für Kinder ab 8 Jahren 2,50€. Die Ausstellungsfläche ist barrierefrei, also mit Rollstuhl und Kinderwagen gut zu „erfahren“.

Aha- Moment: Man sollte auch mit Kindern viel häufiger an Museumsführungen teilnehmen. Die meisten Museen (so auch das MKK) bieten ja mittlerweile auch kinderfreundliche Führungen an und man erfährt ja doch mehr über die Exponate und Hintergründe, als wenn man alleine durch die Ausstellung schlendert.

Die Ausstellung über den Helden in Strumpfhosen und das Leben im ruhrpöttlichen Mittelalter ist unterteilt in die drei Hauptlebensbereiche der Zeit: Stadt, Wald, Kloster/ Kirche.

Starten wir in der Stadt: das mittelalterliche Dortmund ist durch hanseatischen Handel geprägt und noch heute prägen die Kirchen das Stadtbild. Wie es damals auf Märkten zuging, wie die Marienverehrung sich auf das Leben auswirkte (hier in der Stadtkirche ist übrigens eine kleine Madonna als wertvollstes Exponat der ganzen Ausstellung), wie die Menschen gearbeitet haben… als das ist hier anschaulich erklärt. Spielstationen, zB der Bautisch, an dem man eine eigene Stadt erbauen kann, lockern die Ausstellung auf und gönnen den Kindern eine Pause von all den Eindrücken. Die Robin Hood Sagen kann man sich nicht nur in Schriftform, sondern auch als Hörspiel oder Film ansehen.

Weiter geht’s in den Lebensraum von Robin Hood: den Wald. Man kann mit ihm am (gedeckten) Tisch sitzen, oder sich in den „dunklen Wald“ trauen- im Schwarzlicht leuchten die Augen der Waldtiere hier etwas unheimlich, aber nicht beängstigend. Direkt daneben kann man selbst zur gruseligen Schattenfigur werden und mit Masken und Hüten eigene Ängste überwinden. Viele Denkanstöße hier auch zum sozialen Lernen: „Wovor habe ich Angst? Wer kann mir bei Angst helfen? Wer sind meine Freunde?“ Kann ich mir – mit pädagogischer Brille- auch super für Klasse 3/4 vorstellen!

Am Ende der Stadt erwartet den Besucher die Anlage zum Bogenschießen. Fanfaren und Applaus wie beim Bogenschießenturnier, dabei aber völlig kindersicher und für alle Besucher frei zugänglich. Der Vierjährige konnte dort schon gut selbstständig mit (stumpfem) Pfeil und Bogen schießen. Die große Verkleidungsecke ist ein Spaß für Groß und Klein. Einmal als Königin auf dem Thron sitzen, oder den Knappen aufs (Holz-)Pferd setzen?! Alles möglich!

Als letzter Bereich der Ausstellung ging’s ins Kloster. Beeindruckende Stücke klösterlicher Schreibkultur gibt es dort genauso zu besichtigen wie ganz moderne Techniken: in Stop Motion Technik kann man seine eigenen kleinen Robin Hood Szenen drehen.

Nach so vielen Eindrücken und Sinneseindrücken jeglicher Art kann man sich entweder auf die kuschelige Bücherbank verziehen und ein wenig schmökern, oder es geht direkt ins Museumscafé. Klein, fein, gemütlich und kinderfreundlich kann man hier wunderbar bei Kaffee und Kuchen den Nachmittag beenden.

Die Dauerausstellung in der Rotunde ist für die Kleinen eher nicht so spannend, aber für Erwachsene lohnt sich der Blick ins 1. OG.

Wie schon erwähnt gibt es auch Führungen für Kinder, Erwachsene, Schulen und sogar Kindergeburtstage. Das volle Programm!

Ob mit oder ohne Führung (checkt auch immer die Homepage nach aktuellen Workshops für Familien!) es lohnt sich auch schon für kleinere Kinder, die größeren Kids, die die Geschichten von Robin Hood noch besser kennen, werden sowieso völlig in die Welt von Sherwood Forest abtauchen. Probiert es aus und hinterlässt uns gerne ein Feedback hier oder auf Instagram!

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