Disneyland Paris

 

„Wie ein Kind im Disneyland…“ sind geflügelte Worte, wenn etwas besonders gut gefällt. Also haben wir überlegt, zum 3. Geburtstag des Travelbuddies das Disneyland in Paris zu besuchen- bis zu ihrem 3. Geburtstag müssen Kinder keinen Eintritt zahlen.

Dass wir Mitte März einen absoluten Wintereinbruch in Mitteleuropa erleben, konnte ja keiner ahnen, aber es hat uns die Laune nicht verdorben und wir hatten trotzdem viel Spaß- soviel schon vorneweg.

Bis März ist noch absolute Nebensaison, sodass die Eintrittspreise noch im unteren Bereich sind (für Erwachsene- je nach Saison von 50-100€, Kinder zahlen leider fast das gleiche). Wir haben uns allerdings für ein Pauschalangebot mit 2 Übernachtungen in einem Hotel außerhalb entschieden, die Disneyhotels haben das ganze Jahr über ganz schön stramme Preise (ab 200€ für Familienzimmer). Außerdem waren wir „nur“ im Disneyland, nicht in den Walt Disney Studios, was besonders für ältere Kinder sicherlich auch interessant ist.

Vom Ruhrgebiet aus sind es nach Paris gute 500km, aber durch die Niederlande und Belgien durchweg über gute Autobahnen, sodass wir mit dem eigenen Wagen zügig am Ziel waren. Unser Hotel lag in Marne la Vallée, 20 Minuten zum Disneyland und -dem Stadtverkehr geschuldet- ca.45 Minuten bis zur Pariser Innenstadt. Dort sind hauptsächlich Hotels für Disneybesucher, aber eben deutlich günstiger als am Disneyland selbst. Von dort gibt es auch einen Zug, der direkt vor den Disneytoren hält (ca.7€ Fahrpreis für Erwachsene), aufgrund des unklaren Wetters sind wir aber mit dem Auto zum Park gefahren, wo das Parken dann nochmal mit 20€ zu Buche schlug und wir tatsächlich noch ziemlich weit bis zum Eingang laufen mussten, wenn auch überdacht.

Nach der obligatorischen Taschenkontrolle, die ja mittlerweile bei allen Freizeitparks (leider) an der Tagesordnung ist, mussten wir noch unsere Gutscheine umtauschen, was an den dafür vorgesehenen Automaten nicht funktionierte- das war ziemlich nervig, sodass wir uns an der Kasse anstellen mussten, dort ging es aber recht zügig vorwärts.

Und dann standen wir endlich auf der „Mall“, mitten im Disneyland. Tatsächlich haben wir vom Parken bis dorthin aber gut 45 Minuten gebraucht, und das an einem vergleichsweise „ruhigen“ Tag. Die Dampflok zischte und die ganze weite Disneywelt lag vor uns. Juhuu! Uns hat es zuerst zum Meet& Greet mit Balou und King Louis aus dem Dschungelbuch gezogen. Die Zeiten und Orte kann man super über die Disneyland App erfahren, hier sind auch gesperrte Fahrgeschäfte und die ungefähren Wartezeiten verzeichnet, sodass sich ein Blick wirklich lohnt.

Nach dem Dschungelbuchtreffen sind wir durch die Totenkopfhöhle Richtung „Fantasy Land“ gegangen, hier gibt es wohl am meisten für die Kleinen zu machen/ sehen. Während die Männer die 75 Minuten auf Mickey Mouse warten wollten (die Zeit vergeht recht schnell, da man im „Kino“ viele Mickey Mouse Filmchen sehen kann während man wartet), sind die Reisebiene und ich auf die drehenden Tassen von Alice im Wunderland gegangen. Dort war ich als Kind vor 25 Jahren auch schon, so schließt sich der Kreis.

Die Bootsfahrt von „It’s a small world“ ist auch ohne Größen-/ Altersbeschränkung und wirklich schön erneuert worden. Wir waren in der Pizzeria „Bella Notte“ Mittag essen, neben einem Kindermenü (mit Eis!) gab es zu fairen Preisen Mittagsmenüs mit Nudelgericht/ Salat und Getränk. so sind dort alle satt und zufrieden rausgekommen. Das Anstehen, um auf Plätze zu warten- mit Essen in der Hand- ist allerdings anstrengend. Will mir gar nicht vorstellen, wie das in der Hochsaison ist.

Für die meisten Attraktionen gibt es auch eine „Baby Swap“-Option, sodass beide Elternteil das Fahrgeschäft nutzen können, ohne zweimal anstehen zu müssen, während ein Elternteil auf das Kind aufpasst.

Ich hatte ja große, große Sorge, dass das winterliche Wetter uns den Spaß verderben würde, aber tatsächlich gibt es dort so viel indoor, bzw. überdacht, dass wir alle trotzdem riesigen Spaß hatten und auch mit dem Kinderwagen kein Problem, da überall Kinderwagenparkplätze bereit standen.

Zur warmen Hauptsaison, wenn es trocken und mild ist, macht es sicher noch mehr Spaß, einfach die Wege entlangzuflanieren und links und rechts die detailverliebten Aufbauten und Häuser anzusehen, denen man jetzt im zügigen Vorbeigehen von A nach B eher weniger Beachtung geschenkt hat.

Unser Fazit: Disneyland geht auch im Winter, wenn man sich entsprechend vorbereitet (was Kleidung und Infos über die Fahrgeschäfte angeht). Man kann bei den Schnapperangeboten also guten Gewissens zugreifen. Viel Spaß!

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