Mit Kindern (Langstrecke) fliegen

Wir sind mit dem Travelbuddy in seinen ersten 2,5 Lebensjahren ja schon häufiger geflogen, allerdings bisher nur Kurz- und Mittelstrecke und auch die Reisebiene hat ihren „Flugtest“ mit 3 Monaten nach Edinburgh gemacht, wo die Flugzeit meist so 1,5h von Düsseldorf beträgt.

Unserer persönlichen Erfahrung nach war das Alter bis 6/7 Monate zum Fliegen sehr angenehm, weil die Kleinen da noch nicht so mobil sind, hauptsächlich noch mit Milch (gestillt/Flasche) ernährt werden und auch noch recht viel schlafen.

Von 1-2 Jahren waren wir als Eltern definitiv am meisten gefragt: die Kleinen sind gar nicht mehr so klein, müssen aber auf dem Schoß sitzen (wir haben zumindest keinen eigenen Sitzplatz für den Einjährigen gebucht), wollen aber gar nicht sitzen. Bewegung ist in den engen Reihen der Kurzstreckenflieger allgemein und Billigfliegern im Speziellen aber eher schwierig.

Trotzdem waren unsere Flugerfahrungen bisher immer gut, bis auf den Rückflug aus Mallorca, wo der Travelbuddy mit Beginn des Landeanflugs anfing zu weinen, das war uhrzeittechnisch allerdings auch eine ganz doofe Kombination aus müde, Hunger, langem Tag plus einem echt unschönen Sinkflug.

Trotzdem hatten wir uns aufgrund dieser Erfahrungen entschieden, den ersten Langstreckenflug für beide Kinder in das erste Lebensjahr der Reisebiene zu legen und so traten sie mit 2 3/4 Jahren und 6 Monaten die erste Langstreckenreise in die USA an.

Wir hatten uns im Vorfeld viel auf anderen Blogs und auf den Seiten der Fluggesellschaften informiert und letztendlich auch gedacht, dass Start und Landung bei Kurz- und Langstrecke identisch sind, und die Zeit dazwischen halt länger. Den Druckausgleich bei Start und Landung haben wir durch Stillen/ Saftpäckchen/ Kaubonbons immer gut geschafft. Unsere weiteren Tipps findet ihr am Ende des Berichts.

Was die Flugplanung anging, haben wir eigentlich alles falsch gemacht, bzw nicht so, wie geraten. Das lag aber daran, dass wir eigentlich mit Airberlin Nonstop von Düsseldorf nach Los Angeles fliegen wollten, Nachtflug. Aber naja, AirBerlin war ja dann nicht mehr.

Also hatten wir einen Zwischenstopp in Frankfurt und flogen voll in den Tag. Immerhin hatten wir bei der Lufthansa für den Travelbuddy das Kinderessen bestellen können und ein Bassinet (diese Einhängebabybetten) für die Reisebiene.

Mitgenommen haben wir für beide Kinder eine kleine Decke und ein eigenes Kissen, altersgerechtes Spielzeug, Wechselklamotten, Zahnbürste und klappbaren Toilettensitz für den Großen und Wickelsachen für die Kleine.

Beide haben ein neues Spielzeug bekommen, damit der Neu- Effekt sie ein bisschen länger beschäftigt: der Große ein neues TipToi- Buch und die Kleine einen Beißring. Das hat auch schonmal ganz gut geklappt. Allerdings wollte die Kleine in dem Bettchen nicht wirklich schlafen, sodass wir viel mit ihr rumgelaufen sind, was der Platz zum Glück hergab. Der Große hat sich mit dem Onboard- Entertainment (ist Urlaub, da darf man auch mal länger Fernsehen), Büchern und vielen Runden „ich sehe was, was du nicht siehst“ beschäftigt und zwischendurch auch mal ein wenig geschlafen, immerhin hatte unser Tag um 4 Uhr begonnen.

Das Babybett sehe ich zwiespältig: es war angenehm, die Kleine dort ablegen zu können, immer mal so 30 Minuten hat sie dort auch geschlafen, trotzdem machte es uns anderen den Weg aus dem Gang eng, die Fernseher und Tische werden in diesen ersten Reihen ja aus dem Stuhl ausgeklappt und machen es zusätzlich eng… wir hatten ja Glück, dass wir 3 Plätze hatten und somit die ganze Reihe für uns.

Insgesamt war es schon anstrengend, dadurch, dass nie beide Kinder gleichzeitig geschlafen haben, konnten wir Großen auch nicht wirklich schlafen und waren entsprechend k.o., als wir in LA ankamen. Das ist mit nur einem Kind, oder älteren Kindern, die sich dann auch mal länger selbst beschäftigen können, sicherlich einfacher.

Hier noch ein paar Tipps aus unseren Flugerfahrungen:

-anziehen im Zwiebellook: es kann im Flieger sehr kalt werden. Ein dünnes Mützchen für die Kleinen schützt die Ohren.

-ein kleines Kissen hilft, den Kopf der Kleinen zu stützen, beim Stillen, schlafen, ausruhen.

-eine kleine Decke wärmt und schützt vor Licht und neugierigen Blicken.

-Spielzeuge wenn möglich am Rucksack festbinden, oder an Haken mit Gummizug befestigen (gibts zB von HABA), sonst kriecht man nur unter den Sitzen herum und sucht Einzelteile: daher eignen sich Bücher auch eher als Playmobil 😉

-genug Essen und Snacks mit an Bord nehmen. Babynahrung wird meistens zwar nochmal separat untersucht, darf aber mitgenommen werden und unterliegt nicht der 100ml- Beschränkung.

-bei Kindern, die noch nicht laufen können, lohnt es sich, den Buggy bis zum Gate mitzunehmen und dann eine Trage zu nutzen, um das Kind sicher zu haben, aber trotzdem beide Hände zur Verfügung.

-entspannt bleiben. Auch wenn es nicht einfach ist, wenn das Kind schreit und die Sitznachbarn die Augen rollen. Die eigene Aufregung überträgt sich aufs Kind. Daher ist es besonders gut, wenn man sich mal abwechseln kann.

Traut euch. Es wird! Alles rund um Flughafen und Flugzeug ist für die Kinder ja auch toll und spannend. Und der Urlaub entschädigt bestenfalls für eine anstrengendere Anreise als man sie vielleicht zu zweit gehabt hätte ;-)!

Guten Flug!

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