WoDo- Figurentheater im Ringlokschuppen Mülheim/Ruhr

Nachdem Puppentheater hier gerade beim Travelbuddy hoch im Kurs stehen, erinnerte ich mich an das WoDo- Figurentheater, das ich in meiner Zeit als Lehrerin in Mülheim zweimal erleben durfte. Einmal exklusiv nur für unsere Schule in der Aula, einmal in der „WoDo-Heimat“- dem Ringlokschuppen in Mülheim.

Das schöne an Mülheim ist ja, dass ganz viel Kultur auf kleinstem Raum zu finden ist: Stadthalle, Schloss Broich, MüGa- Park, Camera Obscura im Broicher Wasserturm und eben der Ringlokschuppen als Eventlocation.

Parken konnte man am Sonntagmorgen direkt hinterm Ringlokschuppen super, nachdem sogar die A40 frei war, waren wir zeitig vor Ort.

WoDo- Puppenspiel, das sind WOlfgang Kaup und DOrothee Wellfonder, die seit über 30 Jahren mit ihren Figuren Geschichten erzählen. Im aktuellen Repertoire sind viele Kinderklassiker: Petersson und Findus, Die Olchis, Conni, Pippi Langstrumpf und wir haben heute Lars, den kleinen Eisbären, gesehen.

Für schmale 5€ „pro Mensch“ gibt es rund 45 Minuten kindgerechte Unterhaltung. Je nach Stück locker ab 2 Jahren und sicher bis 8 Jahre (diese Altersgrenzen kann ich zumindest aus eigener privater und beruflicher Erfahrung nun unterschreiben) geeignet.

Anders als beim „Puppentheater“ mit Kasper und Seppl, bei dem die Spieler nicht zu sehen sind, spielen die Puppenspieler hier verschiedene Rollen. Als Sprecher und „Beweger“ der Figuren und als Erzähler der Geschichte. Die Figuren heute sahen auf den ersten Blick wie Plüschtiere aus, aber mit „Schlenkergliedmaßen“ und Befestigungshaken am Kopf/Rumpf. Schaut mal auf der Homepage, da sieht man einige Figuren.

Mit einfachen Mitteln wurden Requisiten und Bühnenbilder hergestellt, da ist der Stehordner vom Möbelschweden schonmal Unterlage für einen Schneeberg, aber: es reicht völlig und wirkt absolut liebevoll gemacht. Genau richtig für das junge Zielpublikum.

Die Kinder wurden immer wieder animiert mitzusingen, sich zu bewegen (auch bei der recht kurzen Spieldauer wichtig!) und zu klatschen. Beide „WoDos“ haben eine tolle deutliche und klare Aussprache, sind sich aber auch nicht zu schade, den Kleinkindern ein Lachen durch „urzschnurpzwurps“- Geräusche und ausrutschende Hauptdarsteller zu entlocken. Ich persönlich find es super, dass es ein bisschen langsamer und weniger überladen war als andere (Puppen-)Theaterstücke, wo es ständig quietscht und jemand singt und Musik kommt und Lichteffekte flackern, etc. Das gab es in diesem Stück zwar auch alles, aber so wohldosiert, dass es nicht nervte.

Der kleine Raum im Ringlokschuppen war heute ausverkauft und sicher an die 80 Personen dort. Dank Sitzmatten für die Kinder vorne und etwas erhöhtem „Parkett“ haben alle irgendwie Platz gefunden und konnten sehen.

Leider hat das mit dem Aufzug nicht geklappt, sodass wir den Kinderwagen der Reisebiene eine Treppe hochtragen mussten- war aber machbar. Jacken kann man im Foyer aufhängen, dort gibts auch für eine 0,50€- Spende Kaffee oder Saftpäckchen.

Gerade im Winter ist es wichtig, telefonisch oder online Karten zu reservieren und diese bis spätestens 10 Minuten vor der Vorstellung abzuholen. Funktioniert einwandfrei und man erspart sich die Ernüchterung, wenn es doch ausverkauft ist.

Wir sind trotz des kalten Wetters eine Runde auf den Spielplatz gegangen, um noch eine kleine Bewegungspause vor der Rückfahrt zu haben. Gerade im Sommer ist der Wasserspielplatz natürlich nochmal ein größerer Magnet als so – wasserfrei- schon.

Fazit: Geht mal zu WoDo, wir fandens super!

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