Kinderbauernhof Heupferdchen, Lüdinghausen

heupferdchen

Keine halbe Stunde vor den Toren des Ruhrgebiets liegt in Lüdinghausen, versteckt in den Feldern, der Kinderbauernhof Heupferdchen. Dort finden regelmäßige Spielenachmittage statt, vor allem Samstagnachmittags und in den Ferien- auf Wunsch können dort sogar Kindergeburtstage organisiert werden. Auf einen Tipp von Freunden hin fuhren wir dort gemeinsam mit den Kindern (0,1,2 Jahre alt) hin. Nach der Anfahrt durch die Felder stehen recht viele Parkplätze zur Verfügung- allerdings waren die an einem grauen und eher kühlen Oktobernachmittag schon recht voll, wie es an einem warmen Sommertag aussieht, mag ich mir nicht ausmalen. Andere Anfahrtsmöglichkeiten (ÖPNV) sind ob der Lage wohl nicht so geeignet, außer vielleicht, man macht eine Radtour dorthin? Aber mit Kindern? Naja… könnte man bei Interesse mal überlegen.

Der Eintritt kostet dort jedenfalls 7€ pro Mensch ab 2 Jahren, man bekommt einen Stempel auf die Hand, wie in der Disco, stempelunwillige Trotzkinder werden auf eine Liste geschrieben ;-).

Auf dem Hof gibt es viel zu entdecken: Erstmal viele viele Fahrzeuge: Bobbycar, Bagger, Dreiräder, Kettcars… für diese gibt es eine Indoor- Rennstrecke in einer Scheune und einen Outdoor- Rennparcours im großen Rund (da stand nun Wasser drin, trotzdem sind da einige durchgeflitzt).

Auf dem großen Spielplatz kann man klettern, schaukeln, rutschen, Seilbahn fahren oder im Sand spielen.

Ein Maisbad mit viel Spielzeug lädt zum buddeln und baggern ein.

Die Heuscheune ist nichts für Allergiker- aber für alle anderen ein großer Spaß: Beide Rutschen enden im Heu, vom Heuboden hängen Strickleitern und Schaukeln herunter, auf dem Heuboden selbst ist ein Trampolin und eine Reifenschaukel. Man kann die Treppe hochgehen, die Feuerwehrstange herunterrutschen oder eine der Leitern hochklettern. In der gleichen Scheune finden sich die Ställe der Meerschweinchen und Kaninchen, wir haben auch ein paar Babykätzchen streicheln können. In den großen Gehegen sind Bänke, auf die die Kinder sich setzen können, um dann, mit einem Handtuch auf dem Schoß, ein Tier zu streicheln. Ansprechpartner sind immer in der Nähe. Ich persönlich bin kein großer Fan von Streichelzoos, insbesondere mit Kleintieren. So ne Ziege im Zoo geht schon weg, wenn sie keine Lust mehr hat. Immerhin waren ja Aufsichtspersonen dort, die einen Blick auf die Tiere hatten. Ist aber meine Meinung, von der Haltung her waren die Tierchen bestimmt alle glücklich, satt und zufrieden.

Im Eintritt inklusive ist auch Ponyreiten. Ponys und Pferde verschiedener Größen stehen zur freien Auswahl, eine Horde „Pferdemädchen“ kümmert sich um die Tiere und kleinen Reiter. Man kann als Elternteil das Pferd selbst führen, oder eines der Mädchen bitten. Die Runde geht natürlich nur ein paar Meter um die Kurve, aber für die Kleinen reicht das ja schon als Erlebnis. Ich habe das Pferd vom Travelbuddy selbst geführt, es brauchte schon konsequente Führung, man kennt das ja von den Ponys, die besonders schnell nach Hause wollen. Reithelme können dort ausgeliehen werden. Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass dort entweder ein Schild steht „so läuft das hier“, oder man angesprochen wird. So saßen die „Pferdemädchen“ giggelnd am Tisch und sagten nur „da kommt gleich Eine, die Ihnen hilft“… ah ja… ist nur eine Momentaufnahme, aber einfach so ein Pferd nehmen und losreiten? Macht man ja auch nicht. Ebenso kann man dort Lamas spazieren führen. Die gehen aber gerne immer alle drei zusammen. Sind wohl ne Gang.

Im Maislabyrinth gilt es Rätsel zu lösen, das haben wir dann mit einsetzender Dunkelheit und Nieselregen mit den Kleinen nicht mehr gemacht, ist für größere Kinder aber sicher spannend.

Extraräume können für Geburtstagsfeiern oder Gruppen gebucht werden, die „gute Stube“ bietet Platz zum picknicken, im Sommer kann man auf einer der Bierzeltgarnituren sitzen. Zu kaufen gab es dort nun aber nichts Essbares/ Trinkbares, also auf jeden Fall mitnehmen! Toiletten, sowie einen Wickelplatz gibt es auch, wobei ich den Wickelplatz etwas kühl fand, da er außerhalb der Toiletten auf einem extra Tisch war.

Mein Fazit ist daher etwas gemischt: Die Kinder hatten unfassbar viel Spaß, der Travelbuddy fragte auf dem Rückweg immer, wann wir wieder auf den Bauernhof fahren. Obwohl er am Anfang noch gejammert hatte „es ist so windig, Mama!“- da konnte man dann ja wunderbar in eine der Scheunen gehen. Diese ganze Tieranfasserei finde ich für die Kinder auch toll- allerdings denke ich, dass ich-ohne Eigenlob- vorsichtig bin und als ehemalige Tiermama von allerlei Nagetieren auch weiß, wie man so ein Tierchen anfasst. Ist sicher nicht bei jedem so. Außerdem war es mir persönlich an einigen Stellen eben zu „rustikal“. Ein wärmeres Plätzchen für Toiletten und zum Wickeln, eine Lampe am Maisbad und ein bisschen frische Farbe an der ein oder anderen Stelle würden sicher gutes tun. Auch würden mich 5 Fahrzeuge weniger nicht stören, wenn diese dann alle voll funktionstüchtig sind und keinen wackelnden Sitz haben. Aber: Das ist natürlich meine erwachsene Sichtweise. Den Tieren geht es dort gut, die Einrichtungen sind zweckmäßig, kindgerecht und sicher. Mit Kinderaugen gesehen war es ein toller Ausflug, der sein Geld wert war und gerne wiederholt werden kann.

Auf jeden Fall Essen/ Trinken zum Picknick mitbringen und wasserfeste Kleidung (Matschsachen) anziehen!

Ein Gedanke zu “Kinderbauernhof Heupferdchen, Lüdinghausen

  1. Bernadette Jeleniewski 23. September 2018 / 16:02

    Wir sind oft da Es Ist immer wieder sehr schön da, Macht weiter so, l. G.

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