Robin Hood Familienausstellung im MKK Dortmund

Wir waren heute eingeladen, im Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund die neue Robin Hood Familienausstellung (noch bis April 2020) zu besichtigen. Dank individueller Führung mit Kurator Philipp Sulzer und Museumspädagogen Roman Kurth, konnten wir die Ausstellung intensiv erleben.

Die Parkplatzsituation in der Dortmunder Innenstadt ist natürlich katastrophal, aber wenn man einmal einen Parkplatz gefunden hat, hat man fußläufig ja viele Möglichkeiten, um den Parkticketspreis wieder rauszuholen ;-).

Der Eintritt in die Ausstellung kostet regulär 6€ und für Kinder ab 8 Jahren 2,50€. Die Ausstellungsfläche ist barrierefrei, also mit Rollstuhl und Kinderwagen gut zu „erfahren“.

Aha- Moment: Man sollte auch mit Kindern viel häufiger an Museumsführungen teilnehmen. Die meisten Museen (so auch das MKK) bieten ja mittlerweile auch kinderfreundliche Führungen an und man erfährt ja doch mehr über die Exponate und Hintergründe, als wenn man alleine durch die Ausstellung schlendert.

Die Ausstellung über den Helden in Strumpfhosen und das Leben im ruhrpöttlichen Mittelalter ist unterteilt in die drei Hauptlebensbereiche der Zeit: Stadt, Wald, Kloster/ Kirche.

Starten wir in der Stadt: das mittelalterliche Dortmund ist durch hanseatischen Handel geprägt und noch heute prägen die Kirchen das Stadtbild. Wie es damals auf Märkten zuging, wie die Marienverehrung sich auf das Leben auswirkte (hier in der Stadtkirche ist übrigens eine kleine Madonna als wertvollstes Exponat der ganzen Ausstellung), wie die Menschen gearbeitet haben… als das ist hier anschaulich erklärt. Spielstationen, zB der Bautisch, an dem man eine eigene Stadt erbauen kann, lockern die Ausstellung auf und gönnen den Kindern eine Pause von all den Eindrücken. Die Robin Hood Sagen kann man sich nicht nur in Schriftform, sondern auch als Hörspiel oder Film ansehen.

Weiter geht’s in den Lebensraum von Robin Hood: den Wald. Man kann mit ihm am (gedeckten) Tisch sitzen, oder sich in den „dunklen Wald“ trauen- im Schwarzlicht leuchten die Augen der Waldtiere hier etwas unheimlich, aber nicht beängstigend. Direkt daneben kann man selbst zur gruseligen Schattenfigur werden und mit Masken und Hüten eigene Ängste überwinden. Viele Denkanstöße hier auch zum sozialen Lernen: „Wovor habe ich Angst? Wer kann mir bei Angst helfen? Wer sind meine Freunde?“ Kann ich mir – mit pädagogischer Brille- auch super für Klasse 3/4 vorstellen!

Am Ende der Stadt erwartet den Besucher die Anlage zum Bogenschießen. Fanfaren und Applaus wie beim Bogenschießenturnier, dabei aber völlig kindersicher und für alle Besucher frei zugänglich. Der Vierjährige konnte dort schon gut selbstständig mit (stumpfem) Pfeil und Bogen schießen. Die große Verkleidungsecke ist ein Spaß für Groß und Klein. Einmal als Königin auf dem Thron sitzen, oder den Knappen aufs (Holz-)Pferd setzen?! Alles möglich!

Als letzter Bereich der Ausstellung ging’s ins Kloster. Beeindruckende Stücke klösterlicher Schreibkultur gibt es dort genauso zu besichtigen wie ganz moderne Techniken: in Stop Motion Technik kann man seine eigenen kleinen Robin Hood Szenen drehen.

Nach so vielen Eindrücken und Sinneseindrücken jeglicher Art kann man sich entweder auf die kuschelige Bücherbank verziehen und ein wenig schmökern, oder es geht direkt ins Museumscafé. Klein, fein, gemütlich und kinderfreundlich kann man hier wunderbar bei Kaffee und Kuchen den Nachmittag beenden.

Die Dauerausstellung in der Rotunde ist für die Kleinen eher nicht so spannend, aber für Erwachsene lohnt sich der Blick ins 1. OG.

Wie schon erwähnt gibt es auch Führungen für Kinder, Erwachsene, Schulen und sogar Kindergeburtstage. Das volle Programm!

Ob mit oder ohne Führung (checkt auch immer die Homepage nach aktuellen Workshops für Familien!) es lohnt sich auch schon für kleinere Kinder, die größeren Kids, die die Geschichten von Robin Hood noch besser kennen, werden sowieso völlig in die Welt von Sherwood Forest abtauchen. Probiert es aus und hinterlässt uns gerne ein Feedback hier oder auf Instagram!

DASA Arbeitswelt Ausstellung, Dortmund

Huch, just neben meiner Zweituni, der TU Dortmund, befindet sich die DASA Arbeitswelt Ausstellung. Oft in der Ruhrtopcard- Broschüre gelesen, aber bisher nie da gewesen. Auch als Studentin nicht 😉.

Nun wollten wir auch den Start der neuen Ausstellung Fertig? Los! zu Sport und Technik abwarten, in der Hoffnung, dass etwas für unseren kleinen Fußballer dabei ist (und wir wurden nicht enttäuscht. Aber dazu später mehr).

Vom museumseigenen Parkplatz sind es nur noch ein paar Meter zu den großen Hallen der Ausstellung. Mit Ruhrtopcard kamen wir umsonst rein, sonst sind es 8€ für Erwachsene und 5€ für Kinder ab 5 Jahren.

Von der riesigen Eingangshalle aus muss man sich erstmal einen Überblick verschaffen, wo man anfangen möchte. Zum Glück gibt’s zur Eintrittskarte den Lageplan und die Termine des Tages direkt auf die Hand.

Die Dauerausstellung zeigt verschiedene Aspekte der Arbeitswelt: Arbeitsplätze, Arbeitsbedingungen, Arbeitsmaterialien… klingt im ersten Moment vielleicht nicht so spannend, aber tatsächlich waren die vielen Maschinen (im Querschnitt durch die Jahrhunderte) und Stationen zum Ausprobieren auch für die Kinder sehr spannend. Wenige „fass das nicht an“- Bereiche, vieles, wo man einfach mal Knöpfe drücken und Fluglotse sein kann. Nebenan konnte man z.B. den „weltbesten Papierflieger“ bauen (O-Ton Sohn).

Sonntags finden auch noch zusätzliche Aktionen für Kinder statt, diese Woche konnte man z.B. Frisbees aus Papptellern bauen.

Besonders gefallen hat uns die Sonderausstellung (bis April 2020) zu Sport und Technik. Viele, viele Stationen, in denen Zeiten gemessen werden, die eigene Beweglichkeit und Geschicklichkeit getestet und der Gleichgewichtssinn ausgereizt. Unser Fußballfan hatte natürlich besonderen Spaß an dem nachgebauten Stadion, in dem alte Bundesligaspiele in Dauerschleife laufen und man selbst zum Fußballkommentator werden kann.

Ich persönlich fand es total spannend, mal die Technik hinter einem Fechtanzug zu sehen (und durch ausprobieren zu verstehen), kannte ich das bislang nur aus den Olympia- Übertragungen.

Bei besserem Wetter müssen wir dringend nochmal die Kinder-Baustelle im Innenhof testen, wo man das Dach decken kann, Stein auf Stein eine Mauer hochziehen und viele Schubkarren Sand transportieren kann. Mit überdachten Sitzplätzen für die Eltern in Sichtweite ;-).

Wir werden definitiv nochmal wiederkommen, vielleicht dann passend zu Vorführungen der Maschinen, dadurch wird das Ganze doch immer noch anschaulicher.

Glasgow Science Center

Direkt am River Clyde gelegen steht das futuristische Science Center Glasgows. Da das Wetter eher grau war, haben wir uns entschieden, den Nachmittag mit den Kindern dort zu verbringen.

Wir haben uns für die einfachste Eintrittskarte entschieden, also kein Planetarium, Science Theater, Glasgow Tower oder sonstiges Zusatzangebot gebucht und mussten für uns Erwachsene £11,50 und für Kinder (ab 3 Jahren) £9,50 zahlen.

Die gesamte Science Mall ist behinderten- und kinderwagengerecht mit einem Lift erreichbar, im Café gibt es Kinderstühle und ein Kindermenü, Wickelmöglichkeiten auf allen Etagen und das Museum würde als „besonders stillfreundlich“ ausgezeichnet.

Die Ausstellung selbst ist in verschiedene Etagen unterteilt und führt Kinder (und Erwachsene) durch viele Beispiele und Experimente zum selbst Ausprobieren in die Wissenschaften der Physik, Chemie, und Biologie ein. Logisches Denken, optische Täuschungen, Akustik, Erklärung von Naturphänomenen… den naturwissenschaftlich interessierten (jungen) Menschen wird hier viel geboten.

Für die Kleinsten (0-7 Jahre) gibt es zwei eigene Spielbereiche mit maritim- nautischem Themenbereich. Schön, dass die größeren (und meist wilderen) Kinder da wirklich mal draußen bleiben.

Angeleitete, kostenlose Workshops zum mitmachen (natürlich in englischer Sprache) laden zum Mitmachen ein, hier können die Eltern übersetzen helfen.

Der Bereich um das Wunderwerk Körper ist wirklich auch etwas für ältere Kinder, Bereiche wie DNA, Biotechnik oder die drastische Darstellung einer Raucherlunge sind durchaus Themen, die im Teenagerleben eine Rolle spielen.

Für uns mit kleinen Kindern war es beruhigend, dass zB die Kleinkindecke mit einem Tor geschlossen war, sodass sie nicht rauslaufen konnten, während man sie in Höhlen und Röhren sucht, auch alle Treppen(-Geländer) waren ausreichend gesichert, dass auch ein leichtsinnig kletterndes Kind sicher gewesen wäre. Man merkt, dass hier wirklich für Kinder gebaut wurde.

Die vielen Familien und Jugendgruppen haben das hinreichend bewiesen. Es war gut besucht, aber nicht voll, über die vielen Etagen verläuft es sich doch sehr gut.

Wenn ihr also mit Kindern in Glasgow seid und das Wetter mal wieder mehr „liquid sunshine“ zu bieten hat, ist das sicherlich eine tolle Alternative. Der Ausblick auf Glasgow ist wirklich schön, sodass auch die sightseeingwütigen Eltern auf ihre Kosten kommen ;-).

#werbungohneauftrag #glasgow #science

Phantastischer Lichterweihnachtsmarkt, Dortmund

In der Adventszeit sind die Weihnachtsmärkte an uns größtenteils vorbeigezogen, daher waren wir ganz froh, dass der PMLW noch bis 01.01. geöffnet hat.

Schon vorm Eingang gabs viel zu sehen…
Wunschbrunnen- der Erlös geht ans Dortmunder Tierheim. Tolle Idee!

Wir sind ziemlich erwartungslos dorthin gefahren, unser Hauptziel war das Konzert der Heavysaurus, die Dino- Kinder- Rockband, die der Travelbuddy schon 3 Wochen zuvor in Bochum live gesehen hatte und die seitdem bei uns rauf und runter läuft.

Die Parkplatzsuche war schon etwas schwierig, am Waldrand wurden wir aber fündig und waren nach ca.10 Min Fußweg (war etwas matschig, aber auch der Kinderwagen hat’s geschafft) am Eingang. Dort ging es sehr organisiert zu, kurze Taschenkontrolle, klare Beschilderungen („rein“/ „raus“). Eintritt für Erwachsene kostet 7€, Kinder bis 14 Jahre sind frei. An der Kasse wurden Familien mit Kindern sogar extra auf das Heavysauruskonzert aufmerksam gemacht- super Service!

Wir waren schon recht früh, vor Einbruch der Dunkelheit dort, trotzdem waren schon die ersten Feuer an und es war perfektes Wetter: trocken, kalt, aber nicht eisig. So, dass der Glühwein schon schmeckt, aber keine Eiszapfen an der Nase hängen ;-).

Komische Gestalten…

Während wir also am (echten) Feuer den ersten Glühwein/ Kinderpunsch schlürften, konnten wir nicht nur die „Parade der Phantasiewesen“ an uns vorbeiziehen sehen, sondern bewunderten auch die vielen Besucher, die sich mittelalterlich oder fantasymäßig gewandet hatten.

Der Weg übers Piratenschiff (wer sich traute…)

Grundsätzlich führt ein Rundweg über das weitläufige Gelände, dem man folgen kann, aber nicht muss, an den neuralgischen Punkten standen Ordner, die darauf achteten, dass alle sicher z.B. über die Brücke kamen, niemand im Weg stehenblieb, etc.

Die Stände passten absolut ins mittelalterliche Ambiente, egal ob Kunsthandwerk oder Essensstände. Kein Plastiknippes und selbst die Currywurst hatte ne Holzgabel. Aus dem Festzelt tönte „What shall we do with the drunken sailor“ aus vielen Kehlen mitgesungen.

Für die Kinder war es ein wirkliches Spektakel und eine Fest für die Sinne. Das Lagerfeuer und die Holzkohlegrills riechen, ungewöhnlich gekleidete Menschen sehen, dampfsprühende Drachenköpfe auf dem Weg, Fackeln und Laternen, die musikalischen Darbietungen, die wir mitbekommen haben, gingen in Richtung Santiano: Seemanns-, Kelten-, Mittelaltermusik.

Obwohl der Markt gut besucht war, wurde es erst wirklich voll, als wir gegen 19.00 Uhr den Heimweg angetreten haben. Mit Kindern also ideal am frühen Nachmittag im Hellen anzukommen und Eindrücke zu sammeln und dann in der Dunkelheit die unfassbar toll illuminierten Zelte, Hütten und Gewässer zu bewundern.

Wir sind 2019 auf jeden Fall wieder da- vielleicht sieht man sich ja ;-)?!

Special: Mit Kindern auffe Zeche

Am 21.12.2018 endete eine Ära: Mit Prosper Haniel in Bottrop schloss das letzte Steinkohlebergwerk Deutschlands seine Pforten.

Der emotionale Abschied hat wohl keinen Ruhrpottler kalt gelassen. Egal, ob man eine familiäre, persönliche Beziehung zum Bergbau hat oder nicht: Der Bergbau hat das Ruhrgebiet „gemacht“ und geprägt, Sprache, Kultur und Menschen jahrzehntelang beeinflusst.

Um diese Erinnerung lebendig zu halten, sollten wir unseren Kindern dringend auch diesen Teil der Ruhrgebietsgeschichte zeigen.

Das kann ein Spaziergang auf eine der vielen Halden im Pott sein ( Rungenberg, die Himmelsleiter, zum Tetraeder, zu Tiger und Turtle, Halde Hohewart…) viele dieser ehemaligen Zechenorte sind mittlerweile Kulturzentren mit Skulpturkunst, Theatern, markanten Landmarken.

Auf der Seite der Metropole Ruhr findet ihr einige Tipps für Zechen mit Kindern (wir werden einiges davon 2019 für euch testen und an dieser Stelle berichten).

Auch wir haben schon ein paar für den Bergbau relevante Orte mit den Kids besucht und unsere Eindrücke mit euch geteilt, wie das Bergbaumuseum Bochum oder auch das (zurzeit wieder aufgebaute) Eislaufen auf Zollverein.

Lasst uns die Erinnerung an den Bergbau lebendig halten und dieses besondere Erbe weitergeben.

Danke Kumpel! Glückauf!

DiNovember?!

Wer uns auf Instagram unter @pottkinderontour folgt, wird sich vielleicht gewundert haben, was bei uns los ist. Die Dinos sind los! Seit dem 1. DiNovember treiben unsere zahlreichen Spielzeugdinos nachts jede Menge Schabernack und wir „erwischen“ sie morgens.

Die Idee kommt von einer Familie aus den USA, die haben sogar ein Bilderbuch dazu veröffentlicht- das war auch unser Einstieg in den DiNovember. Ein bisschen wie der „Elf on the Shelf“- den find ich allerdings etwas unheimlich und außerdem ist im Dezember ja auch schon der Adventskalender als morgendliche Freude.

Die Dinos machen uns einfach allen Spaß. Folgt uns auf Instagram und schaut, was unsere Dinos noch so anstellen! Unter dem #dinovember findet ihr auch noch mehr witzige Bilder von frechen Dinos!

(Unbezahlte Werbung für das o.g. Buch und für ggf. verbundene Accounts.)

Burgers’ Zoo, Arnheim (NL)

Eine gute Stunde aus dem Pott Richtung Niederlande und zack- schon ist man in Arnheim. Da gibt’s ne Menge zu tun und zu erleben, aber diesmal wollten wir nur eins: in den Burger’s Zoo. Zurzeit sind die „Dinos in the Zoo“, sodass nicht nur der tolle Zoo, sondern auch Dinos für den dinobegeisterten Travelbuddy lockten.

Trotz Feiertag war die Strecke gut zu fahren und der Zoo wurde erst zum Mittag voller- aber so groß wie er ist, verteilte es sich gut.

Mit 21,50€ für Erwachsene und 19,50€ für Kinder ab 4 Jahren gehört der Burger’s Zoo eher zu den teureren Zoos, aber was das Zooerlebnis und die „Artgerechte“ Haltung (sofern in Zoos möglich) angeht, ist der Preis auf jeden Fall gerechtfertigt.

Neben einigen Einzelgehegen, die nicht thematisch eingebunden sind, beeindrucken vor allem die Themenhallen. Mangrovenwald, Wüste, Ozean und Regenwald. Alles überdacht und warm.

Wir lieben das riesige Aquarium mit den Haien und den Tunnel, in dem man die Gesichter der Rochen von unten sehen kann.

Auch im Safari- Bereich ist ein großer Teil des Stegs, von dem aus man die Tiere beobachten kann, überdacht.

Insofern ist der Burger’s Zoo auch durchaus bei Regengefahr eine Option.

Ansonsten ist der Zoo natürlich völlig auf Familien mit Kindern ausgerichtet: Wickelstationen, Kids Menüs im Retaurant, Leihbuggies und -bollerwagen, Hochstühle im Restaurant und natürlich jede Menge Nippes, den Kinder mögen, im Zooshop.

Tolle Spielplätze für alle Altersklassen von 1-12 Jahren lockern den Rundweg immer wieder auf. Zum Teil muss man den Kinderwagen kräftig bergauf schieben, aber ein „ebenerdiger“ Zoo ist mir bisher auch nicht untergekommen.

Essen und Trinken ist in den Restaurants relativ teuer, man sollte ausreichend Picknicksachen mitnehmen, aber ein paar holländische Pommes mit Fritesauce sollte man sich trotzdem gönnen ;-).

Kurz zu den Dinos (die sind ja nur kurze Zeit da): auf dem Rundweg durch den Zoo brüllt und wackelt es teilweise im Gebüsch und man sieht sich Auge in Auge mit einem Pachycephalosaurus. Die mechanisch betriebenen Dinofiguren in Originalgröße funktionieren per Bewegungsmelder (einige können sich aber auch nicht bewegen) und sind mit kleinen Infotafeln versehen.

Insgesamt ein wirklich toller Zoo für alle Wetterlagen und alle Altersklassen.

Dinopark Münchehagen (NDS)

Auf dem Rückweg von Berlin in den Pott fährt man ja ziemlich sicher durch Niedersachsen und so haben wir unsere Mittagspause in den Dinopark verlegt. Wobei wir beim Hineingehen kurz überlegen mussten, ob wir nicht falsch abgebogen und in Nürnberg angekommen waren, erinnerte uns der Park auf den ersten Blick doch sehr an den Dinopark Bayern im Altmühltal. Aber da wir den ja ziemlich gut fanden, was es jetzt kein Problem, das norddeutsche Pendant zu besichtigen.

Wenn man also den Shop mit viel grellem Dinonippes hinter sich gelassen hat und evt. in der „Dino- Futterstelle“ eine kleine Stärkung zu sich genommen hat, kann man sich auf den rund 2,5km langen Rundweg durch die Erdzeitalter begeben. Anders als in Bayern war es deutlich hügeliger (mit Kinderwagen also durchaus anstrengend), dafür gab es auch mehr Bänke und Picknickhütten unterwegs zum Ausruhen. Immer wieder wurde die Ausstellung der naturgetreu in Originalgröße nachgebildeten Riesenechsen durch kleine Spielplätze unterbrochen- erinnerte ein bisschen an einen Trimm-dich- Pfad.

Eine Sonderausstellung zu Dino- Babys und zu Pterosauriern sind jeweils überdacht, genauso wie die original Sauropoden- Fußabdrücke. Beeindruckend!

Im großen (ebenfalls überdachten) Mitmachbereich kann man selbst zum Paläontologen werden und zB ein „Grabungsset“ erwerben und die „Dinoknochen“ dort herausholen.

Der Rundweg ist, trotz ein paar Hügeln, auch für Kinder und mit Kinderwagen gut zu bewältigen. Unterwegs gibt es Möglichkeiten zum Klettern und Spielen, Getränkeautomaten, Picknickhütten und Toiletten. Im Wald ist es größtenteils sonnengeschützt, vermutlich ist man dann also auch bei Nieselregen geschützt, das sollte nicht vom Ausflug in den Park abhalten.

Unser großer Dinofan hatte jedenfalls wieder unfassbar viel Spaß!

Ach ja- 12,50€ für Erwachsene und 10,50€ für Kinder ab 4 Jahre. War als Eintritt total okay, dafür fanden wir die Preise für Essen und Trinken vergleichsweise hoch (Dino- „Sparmenü“ mit Sammelbecher 8,40€).

Trotzdem auf jeden Fall eine klare Empfehlung für Dinofans!

Naturkundemuseum Berlin

In einem (alten) Dinobuch, das wir letztens aus der Bücherei ausgeliehen hatten, stehen auf der Rückseite die „schönsten Dinomuseen“. Naja, Museen, die auch Dinosaurierfossilien/- nachbildungen ausstellen. Vor allem das Naturkundemuseum in „Ost- Berlin“ fiel uns ins Auge, da hier der guinnessrekordhaltende Brachiosaurus steht (größtes montiertes Saurierskelett). Und tatsächlich ist der Brachiosaurus sehr imposant, wenn man in die Haupthalle des Museums kommt und automatisch erstmal nach ooooben schaut.

8€ für Erwachsene, 5€ für Kinder (bis 3 frei) kostet der Eintritt, barrierefreier Zugang für den Kinderwagen ist um die Ecke, ein Fahrstuhl verbindet die Etagen und an der Garderobe gibt’s im großen Behinderten- WC eine Wickelecke. Auch Leihbuggies (Typ Quinny) gibt es hier.

Es gibt sowohl eine Picknickecke für mitgebrachtes Essen, aber auch ein kleines Café, wo es Wärme und kalte Getränke, Eis und kleine Mittagssnacks wie Quiche oder Würstchen zu kaufen gibt.

In der Haupthalle sind neben dem Brachiosaurus auch noch andere Dinosaurierknochen ausgestellt, die durch interaktive Fernrohre und Bildschirme mit Leben gefüllt werden: blickt man durch die Fernrohre in Richtung eines Skeletts, bekommt es Muskeln, Fleisch und Haut und wird in sein natürliches Lebensumfeld „gebeamt“. Robbie Williams „Rock DJ“ umgekehrt, quasi.

Ein weiteres Dinohighlight ist zurzeit T- Rex Tristan, der in schummrigem Licht tatsächlich sehr bedrohlich wirkt. Die T- Rex- Kopf Nachbildung ist zum Glück hinter Glas. Kleine Filme erklären die Arbeit der Paläontologen und die Lebensweise der Dinos der Jurazeit.

Auch ein Themenschwerpunkt des Museums ist die Entstehung der Erde/ des Universums. In einem kleinen Film, den man bequem liegend im Treppenhaus sehen kann, rast man durch ein paar Milliarden Erdgeschichte.

Die Tiersammlung- naja, muss man mögen. Es sind natürlich ausgestopfte Tiere, an denen Naturphänomene wie Anpassung an die Umgebung, Verwandtschaft der Arten und symbiotisches Zusammenleben dargestellt werden.

Tatsächlich waren wir schon bei unserem letzten Berlin- Trip im Februar hier, das war bei der sibirischen Kälte eine schöne Zufluchtstätte. Diesmal war das Wetter natürlich besser, aber der ausdrückliche Wunsch des Travelbuddies war, „Tristan zu besuchen“- kein Problem.

Auf jeden Fall einen Besuch mit Kindern wert, wenn diese sich für Dinos, Astronomie und Tiere interessieren.

Dann auch auf keinen Fall den Shop verpassen- für diese Themengebiete gibt’s hier tolle, auch pädagogisch wertvolle- Souvenirs für alle Altersstufen.

Rund um den Sorpesee

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Im Sauerland findet man den schönen Sorpesee, auf, um und in dem man wunderbar Zeit verbringen kann. Wir sind von der Haltestelle Amecke in Sundern (Parken kann man dort oder am Campingplatz) mit der MS Sorpesee erstmal schön über den See geschippert. Mit der Ruhrtopcard ist Hin- und Rückweg frei, sonst ca.12€, 30 Minuten dauert eine Fahrt, Haltepunkt an der anderen Seite ist direkt am Ufer neben der Jugendherberge Sorpesee. Dort kann man an der schon recht touristischen Promenade in einem der vielen Restaurants essen oder eben am Ufer entlang spazieren oder gar ins Wasser gehen.

An Bord wird nichts erzählt (wie manchmal auf so Ausflugsschiffen), aber man kann sich im Bordrestaurant versorgen und innen oder außen die Fahrt genießen. Einen Wickelraum gibt’s übrigens auch ;-). Die Tickets kann man direkt auf dem Schiff kaufen, Abfahrt ist ab 11:00 Uhr stündlich.

An der Haltestelle Amecke kann man am Café am Campingplatz essen und trinken- mit Plastikcampingstühlchen und eher unmotivierter Bedienung zwar eher rustikal, aber völlig in Ordnung.

Spannender ist der dort startende „Airlebnisweg“, der die Themen Wasser und Atmung an verschiedenen Stationen aufnimmt und (Mitmach-) Exponate bietet. Auch ein Piratenschiffspielplatz ist auf dem Weg.

So kann man sich wirklich gut dort aufhalten, ob mit mehr oder weniger Bewegung ist dann jedem selbst überlassen und sicherlich auch temperhaturabhängig.

Also, raus aus dem Haus und ab an den See- hier weht wenigstens immer ein kühlender Wind.