Neanderthal Museum, Mettmann

Wer in unsere evolutionäre Vergangenheit reisen will, findet mitten in NRW das Neanderthalmuseum- mit Ausstellung und Fundstelle unserer gleichnamigen Vorfahren.

Gut ans westfälische Autobahnnetz angebunden kommt man also nach Mettmann und kann direkt neben dem Museum auf dem (wochentags kostenfreien) Parkplatz parken.

Neben dem Museumsgebäude führen verschiedene Wanderwege zur Fundstelle, dem Tiergehege, einen Kunstpfad entlang oder zur Werkstatt, wo Kindergeburtstage oder Gruppenaktionen gebucht werden können.

Die aktuelle Sonderausstellung im Museum zeigt im Untergeschoss eiszeitliche Tiere (mit Zähnen und Fellen zum anfassen).

Mit der Ruhrtopcard waren wir mal wieder umsonst dabei, ansonsten ist in den 8€ für Erwachsene und Kinder (ab 5 Jahren) 5€ (20% Familienrabatt) der Audioguide inklusive, am Eingang gibt es die Kopfhörer , die man individuell in die Buchsen an den Ausstellungsstücken einstecken kann. Für Kinder gibt es hier auch eine extra gekennzeichnete Kinderaudioführung.

Überhaupt ist das Museum absolut kinderwagentauglich, Fahrstühle und Rampen machens möglich. Ein Wickelraum und Kinderhochstühle im Café runden das kinderfreundliche Bild ab. Neben der Audiotour sind für Kinder auch viele Stationen, an denen angefasst und ausprobiert werden darf: Knochen „ausgraben“, Bohren mit einem steinzeitlichen Kreiselbohrer, Nüsse knacken mit großen Steinen. Dazu kann man am Eingang das Forscher-Kit mit Nüssen, Holzscheibe zum Bohren, etc. erwerben, aber auch ohne dieses ist es- gerade für kleine Kinder- auch so spannend, alles auszuprobieren.

Hinter Klappen in Regalen befinden sich kindgerecht aufgearbeitet die Informationen aus der umgebenden Ausstellung. Manchmal mit Mammut- Kuscheltieren, oder eben hilfreich erklärt.

Das Café hat nicht nur eine schöne Sonnenterrasse, sondern auch eine gute Auswahl an Getränken, Kuchen und Snacks. Hochstühle für Kinder gibt es wie erwähnt auch, also kein Problem, dort ein Mittagspäuschen zu machen.

Zum Abschluss auf jeden Fall in den Shop gehen, ein Neandertaler- Bier ist doch ein witziges Mitbringsel. Und auch für die Kleinen gibt es tolle (Bilder-) Bücher oder Mini- Mammutzähne (jaja, keine echten!) zum „Ausgraben“ aus Gips.

Ein trockener Tag ist zu empfehlen, wenn man die Wanderwege auch nutzen will – und das sollte man. Viel Spaß bei unseren Vorfahren!

Copa Ca Backum-Freizeitbad in Herten

Huch- übers Copa haben wir noch gar keinen Beitrag geschrieben? Vielleicht, weil wir schon zu oft im Freizeitbad in der Nachbarschaft waren. Mit der RuhrtopCard umsonst, ansonsten für 11€ für die Erwachsenentageskarte (viele Preismodelle für Kurzschwimmer und Familien, Freibadnutzer…bitte auf der Homepage checken) ging es für uns in die Familienumkleide- mit wasserfestem Leihbuggy für die Travelbiene.

Das Bad selbst hat -besonders im Schwimmbereich- schon an einigen Stellen noch den Kachel-Charme der 80er. Aber es ist sauber und alles funktioniert, das ist die Hauptsache. Für Kinder gibt es verschiedene Becken zur Auswahl: Kinderrutsche mit Wasserirrgarten, das ganz flache Wasser mit den wasserspeienden Schlangen oder das Becken mit der Robbe.

Die Kinder können mit entsprechender Begleitung/ Schwimmhilfe natürlich auch die anderen Becken des Hallenbads nutzen: Das Becken mit der Rutsche hat allerdings eine Wassertiefe von 1,35m. Hier geht’s auch nach draußen, dort kann man sich dann vom Strudel treiben lassen. Auch aus dem schönen warmen Solebecken geht es nach draußen, wenn man sich nicht hinter dem Wasserfall verstecken will.

Das Copa bietet Schwimmkurse und ein 50m-Becken für ernsthaftes Training; im Sommer kann man im Freibad die warmen Tage gut verbringen (ein Kombiticket für Hallen- und Freibad gib es aber leider nicht). Die Saunalandschaft ist schön und modern, mit Kindern waren wir da allerdings noch nicht, ist ja auch nur bedingt für Kinder geeignet.

Im Hallenbad ist es mit Kindern aber recht entspannt: neben den erwähnten Leihbuggies kann man an den Campingtischen picknicken, oder im Café eine Kleinigkeit essen. Die verschiedenen Becken im Bad sind überschaubar, aber besonders durch den drinnen/ draußen-Bereich für Kinder absolut ausreichend. „Überschaubar“ ist mit Kindern ja irgendwie auch eher ein positiver Aspekt?!

Einen ganzen Tag würde ich dort (indoor) wohl eher nicht verbringen, aber für einen schönen Vormittag (da ist es noch leerer) eignet sich das CopaCa Backum ganz hervorragend!

Playmobil Funpark bei Nürnberg

Nur eine Viertelstunde vom Hotel entfernt – der Playmobil Funpark. Da ab mittags Gewitter angesagt waren, waren wir morgens direkt um 9:00 Uhr zur Eröffnung da und haben den Tag bis zu unserer Abfahrt am Nachmittag bei strahlender Sonne verbracht- kein Verlass auf diese WetterApps.

Regulär kostet der Parkeintritt- je nach Saison- maximal 12€ für Erwachsene, das Parkhaus schlägt mit 5€ zu Buche. Dafür gibt es recht neu nun auch einen Indoor Bereich zum Playmobil spielen, Themenhäusern und dem Kletterpark, in den man bei schlechtem Wetter flüchten kann, bzw im Winter nutzen (in der Wintersaison ist der Eintritt auch deutlich günstiger, da dann NUR die Halle zu nutzen ist).

Der Park ist in verschiedene (Playmobil-) Themenwelten unterteilt, die durch zahlreiche (Wasser-)Spielplätze ergänzt werden: Feenland, Ritterburg, Dinoland, Bauernhof, Piratensee, und viele mehr.

In jeder „Welt“ kann man verschiedene Dinge erleben / ansehen/ erklettern: über die Gangway aufs Piratenschiff laufen und das Steuer vom Kapitän übernehmen zum Beispiel.

Oder auf dem Bauernhof die Kühe melken und die Pferde striegeln.

Im Feenland in den wassergefüllten Muscheln kleine Schätze suchen.

Oder einfach, bei warmem Wetter wie heute, auf einem der vielen Wasserspielplätze plantschen, matschen, Wassergräben bauen,Floß oder Boot fahren.

Als Familienpark ist natürlich alles auf Kinder eingestellt (wie in zahlreichen Lautsprecherdurchsagen immer wieder betont wurde). Überall führen kinderwagenfreundliche Wege hin, Hochstühle, Kindertoiletten, Wickel-/ Stillraum…

Wir haben im Biergarten zu Mittag gegessen, weil man dort draußen sitzen kann (gibt aber noch verschiedene andere Verpflegungsstationen) und für einen Freizeitpark waren es wirklich zivile Preise: ein Kidsmenü mit (zB) Pommes, Geflügelnuggets, Getränk im kostenlosen Playmobil- Sammelbecher, Fruchtquetschie und einer Playmobil- Spielfigur für 5,90€. Da kannste nix sagen. Ansonsten gibt’s natürlich auch Eisstände und Imbissbuden, aber auch das Mitbringen eigener Getränke und Lebensmittel ist erlaubt. Die Taschenkontrolle am Eingang schaut nur nach gefährlichen Gegenständen.

Wer in der Nähe wohnt, sollte sich definitiv eine Jahreskarte holen- hier kann man wirklich viel Zeit gut verbringen! Wir konnten heute natürlich nur einen kleinen Eindruck, aber uns hat es super gefallen, viele Kleinigkeiten, die einfach stimmten: dass es auch Schattenplätze auf den Spielplätzen gab, durch Bäume und Sonnensegel, die kurzen Wege für kurze Beine, die verschiedenen Schwierigkeitsgrade auf den Spielplätze für Kleinkinder und größere…

Für Kinder von 0-8 Jahren gibt es hier auf jeden Fall jede Menge zu entdecken und zu spielen, ältere Geschwisterkinder finden aber sicherlich auch noch Herausforderungen.

Uns hat gefallen, dass es eben kein Fahrgeschäft- Park war, bei dem man lange für eine Achterbahn anstehen muss, sondern alle Kinder einfach immer überall spielen können. Selbst an einem sonnigen Sonntag, an dem es recht voll war, war es nicht überfüllt.

Also: when in Bayern, ab zum Playmobil-Park!

Dinopark Bayern

Eigentlich wollten wir ja einen vollen Tag Sightseeing in Nürnberg machen. Aber bei der Reisevorbereitung ploppte auf der offiziellen Nürnberg Tourismusseite in der „Kids“- Rubrik der Dinopark Bayern im Altmühltal auf. 50 Minuten südlich von Nürnberg. So weit südlich kommen wir so bald nicht mehr und da der Travelbuddy zurzeit der weltgrößte Dinofan ist, mussten wir dort natürlich hin.

Ein bisschen jwd gelegen, aber gut beschildert mit eigenem, kostenfreien Parkplatz teilt sich der Dinopark in verschiedene Bereiche: das Eingangsgebäude mit Shop und Caféteria, die neue Museumshalle (zurzeit mit Flugsaurier Sonderausstellung), den Dinospielplatz, das Mitmachareal und den ca.1,5km langen Rundweg durch die Erdzeitalter mit lebensgroßen Urzeit- und Dinofiguren. Mit fast 20€ Eintritt für Erwachsene ein durchaus teurer Spaß, aber es lohnt sich. Außerdem gibt es eine Handvoll Edelsteine, Haizähne, den sonst 4€ kostenden Ausstellungskatalog und den Lageplan gratis dazu.

Auf dem Spielplatz zieht sich das Dinothema durch: ob Wippe, Rutsche, Klettergerüst: alles in Dinooptik. Nach einem erklärenden Zeitstrahl durch die Erdzeitalter ging es dann in den bewaldeten Wanderweg.

Vom Erdmittelalter bis zur Eiszeit. Besonders spannend war natürlich das Dinozeitalter.

Jede Menge lebensgroße Dinofiguren aus Jura, Trias und Kreide mit informativen Text- und Bildtafeln, die zB Namen der Dinos erklären, „Fun facts“ bereit halten oder interessante Zusatzinfos darstellen, wie zB der Vergleich von Kolibri/ Hühner und Dino-Ei.

Die riesigen Dinofiguren sind einfach wahnsinnig beeindruckend- für Dinofans allemal. In Büchern zu lesen, dass ein Brachiosaurus „so groß wie ein dreistöckiges Haus“ war, ist das eine, vor so einem Giganten zu stehen, noch eine ganz andere Dimension.

Der Waldweg war auch mit Kinderwagen recht gut zu bewältigen, etwa auf der Hälfte kann man im Waldbiergarten mit Spielplatz Pause machen, picknicken, die Kinder toben lassen, aufs Klo gehen… jeder eben wie er will.

Unterwegs auch neben dem Spielplatz nette Unterbrechungen: Ein Zeitmesser, der einem sagt, mit welchem Dino man geschwindigkeitstechnisch mithalten kann.

Eine riesige Heuraufe die zeigt, wie viel Grünzeug so ein Langhals am Tag fressen muss.

Und stilecht: als es um das Aussterben der Dinos vor 66 Mio Jahren geht, sind die Bäume rund um den „Meteoritenkrater“ tatsächlich angekokelt und verbrannt. Das nenne ich Liebe zum Detail.

in der Mitmacharena kann man mit Schutzausrüstung selbst Dinoeier aus Gips „sprengen“, oder nach vergrabenen Fossilien suchen.

In der neuen Museumshalle ist zurzeit eine Sonderausstellung zu Flugsauriern, die zum Teil auch dort im Altmühltal gefunden wurden, dort sind wir dann bei den ersten Regentropfen hingeflüchtet, bevor wir uns noch im Shop ausgetobt haben. So viele coole Dinosachen!

Leider hat uns auf dem Weg zum Auto ein Regenschauer erwischt (uns aber ein romantisches Flashback zu unseren Flitterwochen und dem Wolkenbruch am Kennedy Space Center beschert ❣), trotzdem sind wir danach noch in die Nürnberger Altstadt gefahren und haben uns da ein wenig umgesehen. Dazu aber mehr an anderer Stelle.

Nun erstmal Roooooar! Ab mit euch in den Dinopark Bayern!

Stockholm mit Kindern

 

Allgemeines

Wir haben uns vorher bei Instagram viel mit anderen Reisebloggern ausgetauscht und können deren Eindruck nur unterstreichen: Stockholm ist eine wahnsinnig kinderfreundliche Stadt. In fast allen Restaurants und Cafés gibt es Hochstühle für Babies und Kleinkinder, Babynahrung kann entweder selbst in einer Mikrowelle erwärmt werden oder wird problemlos in der Küche erwärmt, selbst die kleinsten Supermärkte haben ein Obstgläschen oder Quetschbeutelchen für den Hungernotfall und vor allem, nach den Erfahrungen in Berlin: Es gibt funktionierende Aufzüge und/oder Rampen (die können auch nicht kaputt gehen!), um mit dem Kinderwagen die Tunnelbanan nutzen zu können.

Verkehrsmittel

Selbst das Kopfsteinpflaster in der Altstadt Gamla Stan war kein Problem, da hatten wir in Amsterdam ganz andere Probleme. Mit Kind im Kinderwagen fährt man als Erwachsener in Bussen übrigens umsonst, die Kinder sind sowieso frei. Mit unserer 72h-ÖPNV-Karte sind wir super zurecht- und überall angekommen.

Wir sind vom Flughafen nicht mit dem Arlanda Express per Zug gefahren, weil er das Dreifache von unserem Flygbussarna gekostet hätte und der Bus in unmittelbarer Nähe des Hotels hielt. Im Bus gibt es keine Kindersitze o.ä., den Kinderwagen muss man in den Kofferraum legen. Muss man sich also überlegen, ob man sein Kind so ungesichert auf den Schoß nehmen will. Die Fahrt im Bus dauert je nach Strecke nämlich schon 45 Minuten.

Die Busse sind vor allem zu den Schließungszeiten der Museen rund um Djurgarden recht voll, in der U-Bahn hat man bessere Chancen, einen Platz (vor allem mit Kinderwagen) zu ergattern.

Toll ist natürlich gerade für Kinder auch die (im Tarif inkludierte) Bootsüberfahrt von Slussen nach Djurgarden.

 

Unterkunft

Wir waren im Hostel/ Hotel Zinkensdamm in Södermalm im Familienzimmer mit eigener Dusche/WC- zentral, weitgehend barrierefrei, Selbstversorgerküche mit Kühlmöglichkeiten aber auch Bar/Restaurant/ Café im Haus. Im Sommer kann man dort sicher auch toll draußen sitzen und Räder ausleihen.

 

Sightseeing

Junibacken

Im Junibacken Museum werden die Charaktere von Astrid Lindgren und anderen schwedischen Autoren „lebendig“, bzw. kann man in ihre Welt eintauchen. Also in der Villa Kunterbunt rutschen und den „Kleinen Onkel“ striegeln, im Werkzeugschuppen von Petterson und Findus spielen, Willi Wiberg fliegen sehen, Mama Muh melken, und und und.

Das Herzstück ist der „Storytrain“, der durch die Geschichten Lindgrens führt, die in Miniatur nachgebaut sind. Während es noch munter startet, mit Ida am Fahnenmast und Emil aus Lönneberga, wird es im Wald von Ronja Räubertochter oder der böse Drache Katla aus den Brüdern Löwenherz sind dann doch eher dunkel und unheimlich, wenn auch sehr beeindruckend. Da es hier keine Altersbeschränkung gibt, sollte man überlegen, ob es den Kindern nicht zu unheimlich ist. Wenn dem so ist, würde ich für den Eintrittspreis von 179 SEK für Erwachsene und 129 SEK für Kinder ab 3 Jahren (geteilt durch 10 ergibt derzeit etwa den Europreis) überlegen, ob sich der Besuch hier lohnt.

Witzig ist das Restaurant: Als „Circus“ dekoriert kann man hier an langen Tafeln essen, es gibt Babybrei zu kaufen und auch Kindermenüs mit Köttbollar oder Pfannkuchen.

Ich fand es toll und es ist in dieser Art einzigartig. Und da Astrid Lindgren Bücher bei uns auch zum Repertoire gehören und mein Lehrerherz höher schlagen lassen, war es selbstverständlich, dass wir dort hingehen. Aber „nur“ für die Spielräume, wäre mir der Eintritt zu hoch gewesen.

 

Skansen

Das Freilichtmuseum Skansen liegt auch auf Djurgarden. Hier sind Kinder bis 4 Jahren noch frei und danach kostet der Eintritt 60 SEK für Kinder und 125 SEK für Erwachsene. Hier sind alte schwedische Häuser zu sehen (laut unserer schwedischen Freunde wurden wohl tatsächlich ganze Häuser dort rübergebracht, zu Ausstellungszwecken), das leben im ländlich geprägten Schweden (früher) gezeigt, Arbeiten der Bauern und Handwerker. In einem kleinen Zoo gibt es schwedische Tiere (und mittlerweile auch andere) zu bestaunen, im Lill Skansen können Kinder z.B. „unter“ dem Kaninchenstall stehen und durch Halbkugeln aus Plexiglas Auge in Auge mit den Tieren sein.

Picknickplätze oder auch ein Verkaufsstände laden zum Verweilen ein, im Café gibt es Kanelbullar und Ponyreiten für die Kinder wird auch angeboten. Es ist wie gesagt ein Freilichtmuseum, also ist es bei Dauerregen dort wohl nicht so schön, wie wir es jetzt erlebt haben. Es ist ziemlich hügelig, also mit Kinderwagen schon anstrengend zu laufen, aber dafür durchgängig barrierefrei und gut beschildert.

 

Gamla Stan

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Die Altstadt war für uns wohl das schönste Fleckchen von Stockholm, erinnert mit seinen engen Gassen an das Schnoorviertel in Bremen und mit dem Kopfsteinpflaster an die Royal Mile in Edinburgh. Das Kungliga Slottet, der Königspalast, steht mittendrin und täglich kann man sich dort den Wachwechsel ansehen (zum Glück nicht so voll wie in London). Die königlichen Museen/ Rüstkammer, etc. haben wir nicht besichtigt, sondern sind lieber durch die Stadt geschlendert. Wenn man die ganz touristischen Läden mit ihrem Gedöns ignoriert, findet man tolle kleine Läden mit besonderem Handwerk. Von den vielen Cafés und Restaurants, besonders um den Stortorget- Platz herum, wo auch die berühmten bunten Häuschen stehen, gibt es tolle Gelegenheiten zu essen. Mit 3 Kindern in 2 Kinderwagen sind wir in das Bistro der Stadtmission gegangen (also gleich Charityarbeit geleistet), wo es zu wirklich fairen Preisen eine kleine Karte mit warmen Mittagsgerichten oder Nachmittagsleckereien gibt.

Bei schlechtem Wetter kann man sich in die Kirchen oder das Nobelmuseum flüchten, besonders bei den Kirchen ist aber (insbesondere sonntags!) auf die Besuchszeiten zu achten!

 

Vikingaliv

Auch das Wikingermuseum ist auf Djurgarden und lädt mit seinem Wikingerschiff vor der Tür zum Fotos machen ein. In der Ausstellung (149 SEK für Erwachsene, Kinder bis einschließlich 6 Jahre frei) wird das Leben der Wikinger mit Filmen und Exponaten zum Anfassen dargestellt. Für Kinder gibt es eine Verkleidungsecke, in der sie zu Wikingern werden können. Auch darf man sich ins Wikingerboot setzen oder ausprobieren, wie schwer eine Streitaxt wirklich war. Dieser Museumsteil ist nur auf einer Etage und man ist doch recht schnell durch. Den großen Teil des Untergeschosses nimmt „The true Adventure“ ein, in der man- in einem Boot/ Fass sitzend die Geschichte von Ragnfrids Saga erzählt bekommt. Auf der Homepage des Museums nicht für Kinder unter 7 Jahren geeignet, denn es ging bei den Wikingern im Kampf um Silber und Ehre schon heftig her. Für Kinder gibt es aber Kopfhörer, wobei der Sound nicht wirklich erschreckend war und auch die Darstellungen waren nicht zu explizit. Die Kombination aus Musik, Geschichte und Lichteffekten machte es abenteuerlich, aber nicht gruselig. Trotzdem auch hier wieder die Überlegung, ob man das mit seinem Kind machen kann- sonst lohnt sich der Eintritt nicht.

Kinderwagen sind übrigens „aus Sicherheitsgründen“ auch in diesem Museum nicht erlaubt, es gibt aber einen (überdachten) Buggyparkplatz neben dem Haus.

 

Naturhistoriska Riksmuseet

Etwas außerhalb, aber mit der U-Bahn bis Universität super zu erreichen, liegt das Naturhistorische Museum. Riesengroß und auf mehreren Etagen verteilt, viel aus den Sammlungen von Botaniker Linné, aber eben auch zu den Themen Umwelt, Universum und: Dinosaurier. Hier war unser Dinofan natürlich ganz begeistert. Auch wenn es weniger echte Knochen als Nachbauten zu bestaunen gab, so war es für den geneigten Dinofan doch toll anzuschauen. Picknickecke, Restaurant, überall Rampen- man merkt, dass das Museum auf Kinder eingestellt ist. Gerade bei schlechtem Wetter lohnt sich der Abstecher hier hin allemal, zumal der Unicampus drumherum auch zu einem Spaziergang einlädt, falls es dann doch noch aufklart.

 

Essen und Trinken

„Die Schweden“ (das wollen wir nicht verallgemeinern, sondern sprechen von unseren subjektiven Beobachtungen und Gesprächen mit unseren schwedischen Freunden) essen bedacht: Mittags Salat mit Smörebrod, viel Fisch. Natürlich ist in Stockholm auch ein Burger mit Pommes zu bekommen, Köttbollar mit Kartoffelpüree muss auch mal sein und ein Kanelbullar zur Fika (schwedische Kaffeepause) gehört auch einfach dazu. Da sie sich aber so viel bewegen (Radfahrerstadt! und viel gelaufen/ gejoggt wird auch) sieht man ihnen die Plunderkalorien nicht an ;-)! Da können wir uns definitiv eine Scheibe abschneiden.

Wir empfehlen also neben den Klassikern wie Köttbollar und Kanelbulle, ein schönes Stück Lachs zu probieren, gerne mit einem schwedischen Bier runterspülen, wobei Alkohol in Schweden teuer ist. Eine Holunderlimo ist auch lecker. Für die Selbstversorger gibt es in den Supermärkten (auch fürs Baby) ansonsten alles, was man alltäglich benötigt und außer Fleisch und Alkohol sind die Preise sehr ähnlich wie in Deutschland.

 

Auf jeden Fall: Schön war’s. Macht es auch. Stockholm ist eine Reise wert, auch und vor allem mit Kindern!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

LWL-Museum Schiffshebewerk Henrichenburg

Auf den Tipp einer Leserin hin, mussten die Pottkinder unbedingt ins Schiffshebewerk Henrichenburg. Von uns waren es am Sonntagvormittag gerade mal 20 Minuten zu fahren und bei schönem Sonnenschein macht so ein Spaziergang am Kanal auch gleich viel mehr Spaß.

Wir waren mit der RuhrTopCard umsonst dort, auch die regulären 4€ für Erwachsene sind aber absolut human, außerdem gibt es recht viele eintrittsfreie Tage, einfach mal auf der Homepage nachschauen.

In verschiedenen (Maschinen-) Hallen sind Ausstellungsstücke zur Schifffahrt im Allgemeinen, dem Kanalbau und dem Leben als Seemann zu entdecken. „Käpt’n Henri“ nimmt insbesondere Kinder mit auf eine Reise durch die Ausstellung. Die große Dampfmaschine (wird 4-5x täglich angestellt) und das Demo-Schiffshebewerk, bei dem Kinder mit Wasser die Hebetechnik nachspielen dürfen, sind wohl die spannendsten Exponate.

 

Per Museums-App (oder QR-Code-Reader) bekommt man an den verschiedenen Stationen des Museum den Audioguide gratis dazu- unter anderem auch eine Audiotour extra für Kinder!

Über das Leben der Schifffahrer (und ihrer Familien) erfährt man mehr auf dem Schiff Franz- Christian, das auf dem Kanal vor Anker liegt und zum Museumsschiff umgebaut wurde. Bis hierhin war das Museum soweit barrierefrei, auf das Schiff kommt man mit Kinderwagen dann aber nicht mehr und spätestens, wenn man „durch“ das Hebewerk 77 Wendelstufentreppen hoch muss, um zu den Spielplätzen zu kommen, wird es mit Rollstuhl/ Kinderwagen/ Gehbehinderung schwierig.

Laut Aussagen der Männer der Familie, ist der Weg zum Spielplatz „außenrum“ schlecht beschrieben, Familien trafen sich beim „gemeinsamen Verlaufen“ auf der Suche nach dem richtigen Weg. Also aufgepasst: Gegenüber von Eingang und Kasse ist ein Metalltor, dort muss man klingeln und wird dann von der Kasse reingelassen. Den viel kürzeren Betriebsweg links soll man nicht nutzen (hat viele nicht interessiert…), ansonsten dem „offiziellen Weg“ folgen und dann links- oder rechtsherum über eine der Brücken zu den Spielplätzen.

Der Kletterspielzeug mit Boot/ Hängematte/ Mast ist schon schick, vor allem gibt es hier Picknickbänke im Schatten. Das Café dort hatte leider geschlossen, obwohl April- September auf dem Schild steht. Aber die WCs waren offen.

Der Wasserspielplatz hat eine sehr „deutsche“ Beschilderung: „Baden verboten“ (und was, wenn man vom Floß fällt?), einige „ab 6 Jahre“ und „ab 12 Jahre“ -Schilder (die großen Schaukeln), bei denen man sich wundert, mit welchen Kindern man denn dann überhaupt auf diese Spielplätze gehen soll?!

Zum Mittag gab es noch ein kühles Getränk aus dem grünen Doppeldecker- Gastrobus, auch der Grill war in Betrieb und es gab eine leckere Currywurst, alles zu familienfreundlichen Preisen.

Ein Besuch lohnt sich also auf jeden Fall, mit Kindern besonders bei gutem Wetter, damit man die tollen Outdoor-Spielplätze nutzen kann. Vorher die Homepage auf Sonderveranstaltungen (auch für Kinder) checken, da wird wirklich viel angeboten!

Deutsches Bergbaumuseum Bochum

 

Am Feiertag bei Nieselwetter wollten wir einfach ein wenig raus und haben unser Ruhrtopcardheft nach Indoor-Aktivitäten abgesucht, die kein Schwimmbad waren und nicht zu weit weg. Also wollten wir ins Bergbaumuseum Bochum, wo ich selbst vor 12,bzw.10 Jahren mit ausländischen Freunden zuletzt war, um ihnen „das schwarze Gold“ des Ruhrgebiets zu zeigen. Umso erstaunter waren wir, dass das Bergbaumuseum zurzeit wahnsinnig aufwändig umgebaut wird. Das hat zur Folge, dass der Zugang zum Förderturm (noch bis ca. Sommer 2018) nicht möglich ist und auch die alte Dauerausstellung so nicht mehr einsehbar ist. Von der (provisorischen) Kasse geht es ins Nebengebäude, wo der (nicht barrierefreie) Zugang ins Anschauungsbergwerk möglich ist.

Kinderwagen kann man dort zwar abstellen, aber aufgrund der spontanen Entscheidung, hatten wir uns vorher nicht Online über die Umbaumaßnahmen informiert und daher fürs Baby keine Trage o.ä. mit und ohne ist es auf dem unebenen und zum Teil engen Weg „unter Tage“ nicht wirklich angenehm, das Kind 30-60 Minuten zu tragen – so viel Zeit sollte man für den Rundgang dort einplanen. So haben wir uns aufgeteilt- über Tage kann man im Museumsshop stöbern und am Warteplatz für den geführten Bergwerksrundgang sitzen, auch bis zum Förderturm kann mangehen, wenn auch nicht barrierefrei, aber das kurze Stück kann man das Baby schon mal tragen.

Im Anschauungsbergwerk selbst wird gezeigt, wie Kohle abgebaut wurde, regelmäßig finden dort auch Sonderveranstaltungen statt und es sind z.B. echte Bergleute da, mit denen man sprechen kann, oder die Maschinen werden dann in voller Lautstärke mal angemacht.

Mittlerweile gibt es dort unten auch einen Audioguide in deutsch und englisch. Ich habe meinen Freunden ja das ganze Bergbauvokabular noch auf englisch übersetzen müssen (und bin am Schrägfräsbohrer, etc. dann doch gescheitert 😉 ).

Der Umbau soll noch gut 2 Jahre dauern, bis der Masterplan 2020 erfüllt ist, solange sind die Preise um ca.25% gesenkt (5€) für Erwachsene- und der Große hatte trotzdem eine Menge Spaß an den Maschinen und Erklärungen zum Bergbau. Absolute Schlechtwetteralternative in Bochum zum Tierpark (den Bericht dazu findet ihr hier)

LWL- Naturkundemuseum Münster

Also- ich bin ehrlich: das Naturkundemuseum in Münster kann noch viel mehr, aber wir waren in erster Linie wegen der Dauerausstellung „Die Urzeit lebt“ dort, um die Dinos zu sehen, schließlich haben wir einen riesigen Dinofan zuhause. Aus dem Pott haben wir an diesem Vormittag unter der Woche grad mal eine Dreiviertelstunde gebraucht. Parken kann man direkt auf dem Zooparkplatz (4€)- auch die Kombination mit einem Zoobesucherin bietet sich an.

Wir hatten Glück, in dieser Woche war im LWL der Eintritt frei, aber auch die 6,50€ für Erwachsene, die es sonst kostet, sind völlig okay.

Viele, viele Exponate zu den verschiedenen Saurierarten, Fossilien und (Gipsabdrücke von) Skelette(n). Kindgerecht aufgearbeitet auf drehbaren Schautafeln auch die mehr oder weniger wahrscheinlichen Gründe, warum die Dinos denn nun wirklich ausgestorben sind.

In einem kleinen Kino konnte man sich mit einem Allosaurus auf den Beutezug begeben und dort Ausschnitte aus der ZDF- Doku ansehen.

Oftmals sind die Inhalte durch Video- und Audiokommentare begleitet und so auch für Kinder einfacher zu verstehen.

Fundorte der Dinos (sogar im Münsterland!) , Fußspuren der Sauropoden und die Evolution der Meeressaurier sind anschaulich dargestellt und waren auch für den grade Dreijährigen schon interessant.

Im weiteren Verlauf kommt man durch die Eiszeit, an Mammuts und Neandertalern vorbei, kann heutige und vergangene Bewohner des Münsterlands (ausgestopft) sehen oder in der Augmented 3D Reality die Erd- Wasserverteilung ändern, indem man „Regen macht“ oder Inseln ins Meer baut.

Zum Kinderwagentest: absolut barrierefrei, Rampen, breite Wege, Wickelmöglichkeit (mit Wickelauflagen! Die sind ja sonst immer überall leer…), Kindermenüs im Café. Top!

Für einen verregneten Vor- oder Nachmittag auf jeden Fall lohnend, für Dinofans allemal. Und wer mag, kann danach ja noch in den ALLWETTER-Zoo, geht ja auch bei jedem Wetter. Oder auch noch ins Planetarium (das aus den Felix- Büchern!). Oder im Café noch was essen. Oder im Museumsshop stöbern… langweilig wird’s nicht. Ab nach Münster!

Disneyland Paris

 

„Wie ein Kind im Disneyland…“ sind geflügelte Worte, wenn etwas besonders gut gefällt. Also haben wir überlegt, zum 3. Geburtstag des Travelbuddies das Disneyland in Paris zu besuchen- bis zu ihrem 3. Geburtstag müssen Kinder keinen Eintritt zahlen.

Dass wir Mitte März einen absoluten Wintereinbruch in Mitteleuropa erleben, konnte ja keiner ahnen, aber es hat uns die Laune nicht verdorben und wir hatten trotzdem viel Spaß- soviel schon vorneweg.

Bis März ist noch absolute Nebensaison, sodass die Eintrittspreise noch im unteren Bereich sind (für Erwachsene- je nach Saison von 50-100€, Kinder zahlen leider fast das gleiche). Wir haben uns allerdings für ein Pauschalangebot mit 2 Übernachtungen in einem Hotel außerhalb entschieden, die Disneyhotels haben das ganze Jahr über ganz schön stramme Preise (ab 200€ für Familienzimmer). Außerdem waren wir „nur“ im Disneyland, nicht in den Walt Disney Studios, was besonders für ältere Kinder sicherlich auch interessant ist.

Vom Ruhrgebiet aus sind es nach Paris gute 500km, aber durch die Niederlande und Belgien durchweg über gute Autobahnen, sodass wir mit dem eigenen Wagen zügig am Ziel waren. Unser Hotel lag in Marne la Vallée, 20 Minuten zum Disneyland und -dem Stadtverkehr geschuldet- ca.45 Minuten bis zur Pariser Innenstadt. Dort sind hauptsächlich Hotels für Disneybesucher, aber eben deutlich günstiger als am Disneyland selbst. Von dort gibt es auch einen Zug, der direkt vor den Disneytoren hält (ca.7€ Fahrpreis für Erwachsene), aufgrund des unklaren Wetters sind wir aber mit dem Auto zum Park gefahren, wo das Parken dann nochmal mit 20€ zu Buche schlug und wir tatsächlich noch ziemlich weit bis zum Eingang laufen mussten, wenn auch überdacht.

Nach der obligatorischen Taschenkontrolle, die ja mittlerweile bei allen Freizeitparks (leider) an der Tagesordnung ist, mussten wir noch unsere Gutscheine umtauschen, was an den dafür vorgesehenen Automaten nicht funktionierte- das war ziemlich nervig, sodass wir uns an der Kasse anstellen mussten, dort ging es aber recht zügig vorwärts.

Und dann standen wir endlich auf der „Mall“, mitten im Disneyland. Tatsächlich haben wir vom Parken bis dorthin aber gut 45 Minuten gebraucht, und das an einem vergleichsweise „ruhigen“ Tag. Die Dampflok zischte und die ganze weite Disneywelt lag vor uns. Juhuu! Uns hat es zuerst zum Meet& Greet mit Balou und King Louis aus dem Dschungelbuch gezogen. Die Zeiten und Orte kann man super über die Disneyland App erfahren, hier sind auch gesperrte Fahrgeschäfte und die ungefähren Wartezeiten verzeichnet, sodass sich ein Blick wirklich lohnt.

Nach dem Dschungelbuchtreffen sind wir durch die Totenkopfhöhle Richtung „Fantasy Land“ gegangen, hier gibt es wohl am meisten für die Kleinen zu machen/ sehen. Während die Männer die 75 Minuten auf Mickey Mouse warten wollten (die Zeit vergeht recht schnell, da man im „Kino“ viele Mickey Mouse Filmchen sehen kann während man wartet), sind die Reisebiene und ich auf die drehenden Tassen von Alice im Wunderland gegangen. Dort war ich als Kind vor 25 Jahren auch schon, so schließt sich der Kreis.

Die Bootsfahrt von „It’s a small world“ ist auch ohne Größen-/ Altersbeschränkung und wirklich schön erneuert worden. Wir waren in der Pizzeria „Bella Notte“ Mittag essen, neben einem Kindermenü (mit Eis!) gab es zu fairen Preisen Mittagsmenüs mit Nudelgericht/ Salat und Getränk. so sind dort alle satt und zufrieden rausgekommen. Das Anstehen, um auf Plätze zu warten- mit Essen in der Hand- ist allerdings anstrengend. Will mir gar nicht vorstellen, wie das in der Hochsaison ist.

Für die meisten Attraktionen gibt es auch eine „Baby Swap“-Option, sodass beide Elternteil das Fahrgeschäft nutzen können, ohne zweimal anstehen zu müssen, während ein Elternteil auf das Kind aufpasst.

Ich hatte ja große, große Sorge, dass das winterliche Wetter uns den Spaß verderben würde, aber tatsächlich gibt es dort so viel indoor, bzw. überdacht, dass wir alle trotzdem riesigen Spaß hatten und auch mit dem Kinderwagen kein Problem, da überall Kinderwagenparkplätze bereit standen.

Zur warmen Hauptsaison, wenn es trocken und mild ist, macht es sicher noch mehr Spaß, einfach die Wege entlangzuflanieren und links und rechts die detailverliebten Aufbauten und Häuser anzusehen, denen man jetzt im zügigen Vorbeigehen von A nach B eher weniger Beachtung geschenkt hat.

Unser Fazit: Disneyland geht auch im Winter, wenn man sich entsprechend vorbereitet (was Kleidung und Infos über die Fahrgeschäfte angeht). Man kann bei den Schnapperangeboten also guten Gewissens zugreifen. Viel Spaß!

Einmal Eiffelturm und zurück! Paris 2018

Unser Plan war es, das Wochenende vorm Geburtstag des Travelbuddies in Paris zu verbringen- mit Besuch des Disneylands, da Kinder unter 3 dort ja noch umsonst sind. Dass uns Mitte März ein Wintereinbruch überrascht, gehörte nicht zu dem Plan, aber letztlich haben wir einfach wärmere Sachen angefangen und los ging’s.

Aus dem Ruhrgebiet sind es gute 500km nach Paris, mit einem ausgiebigen Mittagsstopp in Belgien waren wir nach entspanntem Start am Morgen gegen 15:00 Uhr in der Stadt. Der Verkehr in der Pariser Innenstadt ist natürlich eine Katastrophe, zusätzlich hatten die Schneestürme und eine Demo rund um den Eiffelturm das Chaos perfektioniert.

Trotzdem haben wir einen legalen Parkplatz direkt am Eiffelturm ergattern können, denn der Große hatte sich sehr gewünscht, auf den Eiffelturm hochzufahren.

Die Tickets hatten wir vorher schon besorgt, aber leider konnten wir wegen des Schnees nicht bis ganztägig die Spitze, sondern nur auf die 2. Etage. Für ein Kleinkind trotzdem ein riesiges Erlebnis und eine sehr beeindruckende Aussicht.

Wir würden definitiv empfehlen, die Tickets vorher online zu bestellen, so spart man sich langes Anstehen an den Kassen. Tatsächlich darf man zumindest bis zur 2. Plattform auch mit Kinderwagen in die Fahrstühle, damit hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Bei den Taschenkontrollen am Eingang wurden unsere Babygläschen/-Flaschen auch nicht konfisziert, das war wirklich problemlos.

Grundsätzlich ist es sicher auch sinnvoller, von außerhalb mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt zu fahren- schont Nerven und Blech.

So haben wir unseren Anreisetag doch noch schön abgerundet mit der Fahrt auf den Eiffelturm- when in Paris…